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Der Internationale Realzinsausgleich

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Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 163)

Zusammenfassung

Der internationale Realzinsausgleich ist das dritte Mass, welches aus der “Reihe” der Zinsparitäten für die Messung der Kapitalmobilität verwendet wird. Die These, nach der die Mobilität von Gütern und Kapital zu einem Ausgleich der Zinsen führt, ist allgemein akzeptiert. Gleiche inländische und ausländische Realzinsen sind ein Indiz für vollständige Kapitalmobilität und für eine entsprechend grosse Integration der Finanzmärkte. Aufgrund der vollständigen Kapitalmobilität reagieren die Kapitalströme auf beispielsweise staatliche Interventionen am Geldmarkt unverzüglich. Eine Möglichkeit, um Stabilisierungspolitik zu betreiben, wird nämlich in der Beeinflussung des Realzinses durch monetäre Interventionen gesehen. Dieser Weg der Stabilisierungspolitik wird aber im Falle eines internationalen Realzinsausgleichs begrenzt, da sich der “Weltrealzins” durch eine einzelne Notenbanken kaum verändern lässt94.

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Literature

  1. 94.
    Aus der Existenz von unterschiedlichen Realzinsen lässt sich jedoch nicht schliessen, dass die Politiker genügend Macht haben, um den Realzins zu kontrollieren (vgl. Mark, 1985, S. 189).Google Scholar
  2. 95.
    Die Inflationsrate wird also mit der Änderung des Preisindexes gleichgesetzt, diese Annahme bedarf einer speziellen Form der Geldnachfragefunktion, die im Anhang A 4 besprochen wird.Google Scholar
  3. 96.
    Zu erwähnen sind die Untersuchungen von Cumby und Mishkin, 1986; Cumby und Obstfeld, 1984; Dutton, 1993b; Edison und Pauls, 1993; Gaab, Granziol, und Horner, 1986; Gagnon und Unferth, 1995; Mark, 1985;Google Scholar
  4. 97.
    Eine ausführliche Datenbeschreibung befindet sich im Anhang A 5.Google Scholar
  5. 98.
    Gaab, Granziol und Horner (1986) unterscheiden drei Formen der ex ante Realzinsparität; die starke Form, bei welcher man davon ausgeht, dass die in- und ausländischen Realzinsdifferentiale konstant und nahe bei Null sind; die halbstarke Form, bei der man davon ausgeht, die Realzinsdifferentiale seien im Durchschnitt gerade gleich Null, und die schwache Form, bei welcher man davon ausgeht, dass die Differentiale des Nominalzinses gerade dem Differential der Inflation entspricht.Google Scholar
  6. 101.
    Weitere Realzinsvergleiche finden sich im Anhang A 6.Google Scholar
  7. 102.
    Sofern es sich um einen Differenzstationären Prozess handelt (vgl. auch den Abschnitt zur Stationarität in diesem Kapitel).Google Scholar
  8. 103.
    Diese Hypothese wird von Kirchgässner und Wolters, 1990; MacDonald und Murphy, 1989 sowie von Rose, 1988 vertreten, wobei Kugler und Neusser (1993) nichtstationäre Realzinsen feststellen und darüberhinaus auf eine relativ schnelle Abnahme der Realzinsunterschiede in der kurzen Frist hinweisen.Google Scholar
  9. 104.
    Dieser Ansatz ähnelt sich dem im folgenden Kapitel besprochenen Ansatz nach Feldstein und Horioka. Es handelt sich jedoch um einen Realzinsvergleich, wenn dies auch nicht unmittelbar einsichtig ist. Obstfeld (1994 und 1995) geht nämlich seiner Herleitung (1995, S. 218) von einer identischen internationale Grenzrate der Substitution für gehandelte Güter aus, wobei erGoogle Scholar
  10. 107.
    “Zwar können Differenzen integrierter Zeitreihen durchaus miteinander korreliert sein, zwischen ihren Niveauwerten existiert jedoch im allgemeinen mittel- bis langfristig keine stabile Beziehung.” (Rüdel, 1989).Google Scholar
  11. 108.
    Und damit auch die Hypothese eine Angleichung der Realzinsen, könne mit einer Zunahme der Finanzmarktintegration gleichgesetzt werden.Google Scholar
  12. 109.
    Für eine formale Bestimmung der Stationarität vgl. Fussnote 54 in Abschnitt 2.3.1.Google Scholar
  13. 111.
    Teststrategien für Stationaritätsuntersuchungen finden sich heute in den meisten Büchern für Angewandte Zeitreihenanalyse (vgl. z.B. Hamilton, 1994, Kap.17).Google Scholar
  14. 112.
    Eine detaillierte Besprechung aller bis 1993 bekannten Testmethoden findetGoogle Scholar
  15. sich in Noriega-Muro (1993).Google Scholar
  16. 113.
    Obwohl erwähnenswert ist, dass bereits mit einem um einen Lag erweiterten Dickey-Fuller-Test nur noch der US-Realzins nicht stationär ist.Google Scholar
  17. 114.
    Diese Feststellung machen übrigens auch Kugler und Neusser (1993), die eine geringe Variabilität der Dickey-Fuller Tests von drei auf sechs Lags hinweisen.Google Scholar

Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  1. 1.Wirtschaftswissenschaftliches InstitutUniversität ZürichZürichSchweiz

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