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Markterweiterung, ökonomischer Wandel und Industriestruktur

  • Bernhard Wieland
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Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 113)

Zusammenfassung

Die Telekommunikation hat bisher in den meisten Branchen vor allem zwei industriestrukturelle Wirkungen entfaltet. Zum einen hat sie völlig neue Produkte und Produktionsweisen ermöglicht, zum anderen die Märkte der betroffenen Unternehmen erheblich erweitert.1 Kann man eine generelle Hypothese darüber entwickeln, wie sich diese beiden Effekte auf die Industrie- und die Unternehmensstrukturen einer Branche auswirken werden?

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. z.B. C.C. von Weizsäcker: Die Lokomotive des Informationszeitalters. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 294, 19. Dezember 1987, S.13.Google Scholar
  2. 1a.
    Vgl. z.B. C.C. von Weizsäcker: Das Auto, der Kühlschrank, das Telefon. In: Ordo, Vol. 39, 1988, S.169 ff.Google Scholar
  3. 2.
    Adam Smith: Der Wohlstand der Nationen. Erstes Buch, Erstes Kapitel. Zitiert wird nach der dtv-Ausgabe, München 1978.Google Scholar
  4. 3.
    G. Stigler: The Division of Labor is Limited by the Extent of the Market. In: Journal of Political Economy, Vol. 59, 1951, S. 185 ff. Neu abgedruckt als Kapitel 12 in G. Stigler: The Organization of Industry. Chicago 1968. (Es wird nach der Buchfassung zitiert.)Google Scholar
  5. 4.
    R. Coase: The Nature of the Firm. In: Economica (N.S.), 4, 1937, S. 386 ff. In diesem Aufsatz taucht zwar der Begriff der Transaktionskosten schon auf, noch nicht jedoch das Wort. Dies geschah erst in ders.: The Problem of Social Cost. In: Journal of Law and Economics, 3, 1960, S. 1 ff.Google Scholar
  6. 5.
    Vgl. R. Langlois: Economic Change and the Boundaries of the Firm. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Vol. 144, 1988, S. 636 ff.Google Scholar
  7. 5a.
    C.C. von Weizsäcker: Antitrust and the Division of Labor. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Vol. 147, 1991, S. 99 ff.Google Scholar
  8. 5b.
    M. Silver: Enterprise and the Scope of the Firm. Oxford 1984, S. 16.Google Scholar
  9. 6.
    Von betriebswirtschaftlicher Seite wird bisweilen eingewandt, daß ein transaktionskostentheoretischer Ansatz wie das Smith-Stigler-Coase Paradigma zu global und zu undifferenziert sei, um die Frage der vertikalen Integration zu behandeln. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, auf diese Kritik im einzelnen einzugehen. Zumindest sei aber verwiesen auf E. Frese: Die organisationstheoretische Dimension globaler Strategien. In: Schriften des Vereins für Socialpolitik, Bd. 233, zugleich Beiheft 3 der Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, S. 53 ff., hier S. 67 ff. Für eine Behandlung des Problems der vertikalen Integration aus klassisch betriebswirtschaftlicher Sicht vgl. K. Bohr, M. Weiß: Bestimmung der optimalen Fertigungstiefe (I,II). in: Wirtschaftsstudium (WiSu), 4/94, S. 341 ff und 5/94, S. 437 ff.Google Scholar
  10. 7.
    Zur Theorie der vertikalen Integration ganz allgemein vgl. M. Perry: Vertical Integration: Determinants and Effects. In: R. Schmalensee, R. Willig (Hrg.): Handbook of Industrial Studies. Amsterdam et al. 1989, Vol. I, Chapter 4.Google Scholar
  11. 7a.
    Eine aktuelle deutschsprachige Darstellung ist F. Waldenberger: Vertikale Integration von Unternehmen. Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik, Bd. 86, Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, Köln 1991.Google Scholar
  12. 8.
    Der Ausdruck “Finanzindustrie” mag manchen Leser befremden. Es ist aber gerade eines der Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit zu verdeutlichen, daß auch das Finanzwesen mit Hilfsmitteln der Industrieökonomie analysiert werden kann und daß dies zu fruchtbaren Ergebnissen führt. In Deutschland ist dies einstweilen noch eine ungewohnte Sichtweise, obwohl auch hier die Anzahl entsprechender Veröffentlichungen mittlerweile deutlich zunimmt. Im angelsächsischen Sprachraum ist sie jedoch bereits gang und gäbe.Google Scholar
  13. 9.
    Ein ähnliches, von Alfred Marshall angeführtes Beispiel ist die englische Textil-Industrie zu Anfang dieses Jahrhunderts, die in Lancashire konzentriert war, und dort einen ähnlich hohen Grad an Arbeitsteilung realisiert hatte. Vgl. A. Marshall: Industry and Trade. London 1923, S. 599 ff.Google Scholar
  14. 10.
    M. Adelman: Concept and Statistical measurement of vertical integration. In: G. Stigler (Hrg.): Business Concentration and Price Policy, A Conference of the Universities-National Bureau Committee for Economic Research. Princeton 1955, S. 139 ff.Google Scholar
  15. 11.
    A. Leijonhufvud: Capitalism and the Factory System. In: R. Langlois (Hrg.): Economics as a Process: Essays in the New Institutional Economics. New York 1986.Google Scholar
  16. 12.
    Die Bedeutung dieser Formulierung der Frage nach der industriellen Arbeitsteilung hat vor allem Coase hervorgehoben. Vgl. seinen Aufsatz Industrial Organization: A Proposal for Research. In: Ders.: The Firm, the Market and the Law. Chicago 1988, S. 57 ff.Google Scholar
  17. 13.
    Die präzise mathematische Analyse beider Begriffe findet der Leser in W. Baumol, J. Panzar, R. Willig: Contestable Markets and the Theory of Industry Structure. Revised Edition. San Diego et al. 1982, S. 71 ff. Vgl. auch den Artikel von J. Panzar über Technological Determinants of Firm and Industry Structure. In: R. Schmalensee, R. Willig (Hrg.): Handbook of Industrial Organization. Amsterdam et al. 1989, S. 3 ff., Abschnitt 2.3.Google Scholar
  18. 14.
    D. Teece: Economies of Scope and the Scope of the Enterprise. In: Journal of Economic Behaviour and Organization, Vol. 1, 1980, S. 223 ff.Google Scholar
  19. 15.
    F. Lane: Seemacht Venedig. München 1980, S. 553 ff.Google Scholar
  20. 16.
    Es wurden aber dort auch Handelsschiffe in großem Umfang gebaut.Google Scholar
  21. 17.
    Dante, der das Arsenal besichtigte, war von dem Durcheinander der vielen Arbeiter und dem Schmutz so beeindruckt, daß er es in der göttlichen Komödie zur Veranschaulichung der Hölle gebrauchte, Lane, a.a.O., S. 248.Google Scholar
  22. 18.
    Im Laufe der Zeit bildete sich bei der Arbeitsorganisation eine Art Fließbandorganisation heraus, durchaus im modernen Stil. Die Schiffe durchliefen dabei verschiedene Stationen und passierten eine Anzahl von Lagerhäusern, aus denen jeweils die auf der verschiedenen Produktionsstufen gerade benötigten Materialien und Bauteile herausgereicht wurden. Diese Bauteile waren standardisiert, was die Ausnutzung von Größenvorteilen erlaubte und die Auswechslung von Teilen bei Reparaturen. So stimmten bei allen leichten Galeeren Masten, Sparren, Bänke und viele andere Ausrüstungsgegenstände überein. Um diese Normung zu erleichtern, wurden schließlich alle erforderlichen Arbeiten im Arsenal zusammengefaßt. Die vertikale Integration des Arsenals ging so weit, daß die Werkmeister in den Wäldern selbst das zu verwendende Schiffsholz aussuchten. All dies sei hier nur berichtet, um in Erinnerung zu rufen, daß die Prinzipien der großindustriellen Fertigung schon lange vor dem 19. und 20. Jahrhundert angewandt wurden.Google Scholar
  23. 19.
    Lane berichtet, daß es innerhalb des Arsenals sogar einen Bidding Prozeß für die Herstellung von Schiffen gab. Ausgehend von den Rohmaterialien, die das Management des Arsenals zur Verfügung stellte, unterbreiteten die einzelnen Handwerkerteams Angebote für die Herstellung von Schiffsrümpfen. Allerdings war der Senat der Republik der Ansicht, daß dieses System zu unbefriedigenden Ergebnissen führte und stellte es nach einer Weile weitgehend ein. Immerhin ist dies ein gutes Beispiel dafür, daß es auch Märkte innerhalb von Unternehmen geben kann.Google Scholar
  24. 20.
    R. Willig: Multiproduct Technology and Market Structure. In: American Economic Review, Vol.69, Papers and Proceedings, May 1979, S. 346 ff., hier S. 346.Google Scholar
  25. 21.
    Die präzise mathematische Analyse beider Begriffe findet der Leser in W. Baumol, J. Panzar, R. Willig: Contestable Markets and the Theory of Industry Structure. Revised Edition. San Diego et al. 1982, S. 71 ff. Vgl. auch den Artikel von J. Panzar über Technological Determinants of Firm and Industry Structure. In: R. Schmalensee, R. Willig (Hrg.): Handbook of Industrial Organization. Amsterdam et al. 1989, S. 3 ff., Abschnitt 4C.Google Scholar
  26. 22.
    Adam Smith: Der Wohlstand der Nationen. Erstes Buch, Erstes Kapitel. Zitiert wird nach der dtv-Ausgabe, München 1978. Erstes Buch, Erstes Kapitel.Google Scholar
  27. 23.
    Adam Smith: Der Wohlstand der Nationen. Erstes Buch, Erstes Kapitel. Zitiert wird nach der dtv-Ausgabe, München 1978. Erstes Buch, Erstes Kapitel. S. 19Google Scholar
  28. 24.
    Adam Smith: Der Wohlstand der Nationen. Erstes Buch, Erstes Kapitel. Zitiert wird nach der dtv-Ausgabe, München 1978. Erstes Buch, Erstes Kapitel. S. 19Google Scholar
  29. 25.
    G. Stigler : Business Concentration and Price Policy, A Conference of the Universities-National Bureau Committee for Economic Research. Princeton 1955, S. 139 ff.Google Scholar
  30. 26.
    Es liegt hier nahe, sofort den Begriff der Verbundnachteile zu verwenden. Das ist jedoch nicht ganz korrekt. Der Begriff Verbundvorteile oder Verbundnachteile ist immer in Bezug auf die Endprodukte eines Unternehmens definiert, nicht in bezug auf Zwischenprodukte. Es könnte sehr wohl sein, daß in bezug auf die Endprodukte eines Unternehmens Verbundvorteile bestehen, daß aber einzelne Teilfunktionen des Unternehmens Verbundnachteile mit den restlichen Teilfunktionen aufweisen. Man könnte also höchstens von Verbundvorteilen in der Produktion oder im Produktionsbereich sprechen. Aufgrund der Unklarheit, die mit dieser Sprechweise verbunden ist, soll hier auf ihre Verwendung verzichtet werden.Google Scholar
  31. 27.
    In seinem Lehrbuch The Theory of Price, 4. Aufl., New York, London 1987, stellt Stigler seine Ansichten noch einmal dar. Auf S. 173 heißt es dort: “When a firm supplies only a part of its need for some process... the rising costs of internal coordination are in fact the basic explanation for partial recourse to purchase.” Dies kann eigentlich nur dann der Fall sein, wenn die Koordinationskosten mit dem Umfang und der Verschiedenartigkeit der Funktionen zusammenhängen. Auch Coase sagt: “.... as a firm gets larger, there may be decreasing returns to the entrepreneur function, that is, the costs of organizing additional transactions within the firm may rise.” (R. Coase: The Nature of the Firm, a.a.O., S. 349.)Google Scholar
  32. 28.
    Vgl. R. Coase: The Nature of the Firm, a.a.O. Coase hat seine Theorie noch weiter erläutert in seinem Sammelband The Firm, the Market, and the Law, Chicago 1988, und in einer Vorlesungsreihe an der Yale Universität unter dem Titel: The Nature of the Firm: Origin, Meaning, Influence. In: Journal of Law, Economics, and Organization, Vol.4, 1988, S.3 ff., neu abgedruckt in O. Williamson, S. Winter (Hrg.): The Nature of the Firm. New York 1991.Google Scholar
  33. 29.
    In Anlehnung an Demsetz und Bössmann soll hier das Begriffspaar Managementkosten und Transaktionskosten bzw. Organisationskosten und Transaktionskosten verwendet werden. (Vgl. H. Demsetz: The Theory of the Firm Revisited. In: H. Demsetz: Ownership, Control, and the Firm. Vol. I. Oxford 1988, Chapter 9, S. 147Google Scholar
  34. 29a.
    E. Bössmann: Volkswirtschaftliche Probleme der Transaktionskosten. In: Zeitschrift tur die gesamte Staatswissenschaft, Vol. 138, 1982, S. 665 ff., hier S. 665) Mit Management- bzw. Organisationstkosten werden die Kosten aller Transaktionen innerhalb eines Unternehmens bezeichnet. Der Begriff Transaktionskosten bezieht sich auf Markttransaktionen. In der Literatur wird der Begriff Transaktionskosten häufig sowohl für firmeninterne als auch marktmäßige Transaktionen gebraucht. Die hier getroffene Zweiteilung ist jedoch klarer und entspricht der Intention von Coase.Google Scholar
  35. 30.
    Am Schluß des Wiederabdruckes seines Aufsatzes in The Organization of Industry (loa cit.), sagt Stigler, daß er bereits bei der Erstveröffentlichung auf Coases Aufsatz hätte hinweisen sollen.Google Scholar
  36. 31.
    Es muß hier angemerkt werden, daß die Namen Smith, Stigler und Coase eigentlich um den Namen Alfred Chandlers zu erweitern wären. Chandler hat in historischen Studien gezeigt, daß es die markterweiternden Effekte der modernen Transport- und Kommunikationstechniken waren, die zur Entstehung von industriellen Großunternehmen und zur Entstehung dessen, was er managerial capitalism nennt, geführt haben. Nach Chandler konnten großindustrielle Strukturen erst entstehen, als Eisenbahn und Telegraph die Märkte so weit ausgedehnt hatten, daß Größen- und Verbundvorteile ausgenutzt werden konnten. Dieser Grundgedanke steht natürlich den Ideen Smiths und Stiglers sehr nahe. Chandler versteht jedoch seine Arbeiten nicht in erster Linie als Beitrag zur Theorie der Arbeitsteilung. Sein Interesse gilt vielmehr der Entstehung des modernen Industrieunternehmens und moderner Managementstrukturen. In einer Arbeit, wie der vorliegenden, die dem Thema der Arbeitsteilung gewidmet ist, scheint es deshalb vertretbar, im folgenden nur vom Smith-Stigler-Coase Paradigma zu sprechen. Chandler hat kürzlich seine Thesen in einem neuen Buch sehr klar formuliert. (A. Chandler: Scale and Scope — The Dynamics of Industrial Capitalism. Cambridge Mass. 1990). Sein Verhältnis zur Transaktionskostentheorie diskutiert Chandler in seinem Beitrag What is a firm? A historical perspective. In: European Economic Review, 36, 1992, S. 483 ff.Google Scholar
  37. 32.
    Zur Weiterentwicklung der Transaktionskostentheorie vgl. vor allem R. Coase: The Firm, the Market, and the Law, a.a.O. und O. Williamson: The Economic Institutions of Capitalism, New York 1985.Google Scholar
  38. 33.
    Die meisten Beiträge zu diesem Problemkreis fußen in der ein oder anderen Form auf K. Arrow: Economic Welfare and the Allocation of Resources for Invention. In: The Rate and Direction of Inventive Activity: Economic and Social Factors. A Conference of the Universities-National Bureau Committee for Economic Research. Princeton 1962, S. 609 ff.Google Scholar
  39. 34.
    Auch das Problem der Faktorspezifität ist letztlich auf Informationsprobleme zurückführbar. Faktor-spezifität ist jedoch ein so fest umrissenes Phänomen, daß es sinnvoll erscheint, es gesondert abzuhandeln. Dahlmann vertritt die Ansicht, daß letztlich alle Transaktionskosten Informationskosten sind. C. Dahlmann: The Problem of Externality. In: Journal of Law and Economics 22, 1979, S. 141ff., hier S. 148.Google Scholar
  40. 35.
    Vgl. A. Alchian: Specificity, Specialization, and Coalitions. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Vol. 140, 1984, S. 34 ff.Google Scholar
  41. 35a.
    O. Williamson, loc.cit. Siehe auch A. Alchian, S. Woodward: Reflections on the Theory of the Firm. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Vol. 143, 1987, S. 110 ff.Google Scholar
  42. 36.
    Die folgende Darstellung entstammt B. Klein, R. Crawford, A. Alchian: Vertical Integration, Appropriable Rents and the Competitive Contracting Process. In: Journal of Law and Economics, Vol. 21, 1978, S. 297 ff., hier S. 308 ff. Ähnlich M. Silver: Enterprise and the Scope of the Firm. Oxford 1984, S. 23 ff.Google Scholar
  43. 37.
    Vgl. auch P. Milgrom, J. Roberts: Economics, Organization and Management. Englewood Cliffs 1992, S. 137. Nach der Umstellung auf Metallgehäuse beschloß GM die Errichtung einer gänzlich neuen Fertigungsstätte. Um Transportkosten zu sparen und einen stetigeren Produktionsfluß zu sichern, sollte Fisher Body veranlaßt werden, ebenfalls eine neue Fertigungsstätte direkt neben derjenigen von GM zu errichten. Fisher Body weigerte sich jedoch, da das Unternehmen befürchtete, durch eine derartig auf die Bedürfnisse von GM zugeschnittene Investition erpreßbar zu werden.Google Scholar
  44. 38.
    Williamson: The Economic Institutions of Capitalism, a.a.O., S. 154 f.Google Scholar
  45. 39.
    R. Coase: The Nature of the Firm: Origin, Meaning, Influence, a.a.O., S. 42 if.Google Scholar
  46. 40.
    Reputationseffekte spiele bekanntermaßen in der aktuellen Industrieökonomik ganz allgemein eine große Rolle. Vgl. J. Tirole: The Theory of Industrial Organization. Cambridge, Mass., 1988, passim, oder P. Milgrom, J. Roberts: Economics, Organization and Management, a.a.O., passim.Google Scholar
  47. 41.
    B. Klein: Vertical Integration as Organizational Ownership: The Fisher Body — General Motors Relationship Revisited. In: O. Williamson, S. Winter (Hrg.): The Nature of the Firm, New York 1991, S. 213 ff.Google Scholar
  48. 42.
    S. Macaulay: Non-Contractual Relations in Business: A Preliminary Study. In: American Sociological Review, 1963, Vol. 28, S. 55 ff.Google Scholar
  49. 43.
    Macaulay zeigt im einzelnen durch welche Mechanismen sich die Reputation eines Unternehmens verbreitet. Vgl. Macaulay, a.a.O., S. 63 ff.Google Scholar
  50. 44.
    G. Pfeiffer, B. Wieland: Telecommunications in Germany — An Economic Perspective. Berlin, Heidelberg, New York, 1990, S.128.Google Scholar
  51. 45.
    Klein, Crawford, Alchian, a.a.O. K. Monteverde, D. Teece: Supplier Switching Costs and Vertical Integration in the Automobile Industry. In: Bell Journal of Economics, Vol. 13, 1982, S. 206 ff. P. Joskow: Vertical Integration and Long Term Contracts: The Case of Coal Burning Electric Generating Plants. In: Journal of Law, Economics and Organization, Vol. 1, 1985, S. 33 ff. Ders.: Contract Duration and Relationship-Specific Investments: Empirical Evidence from Coal Markets. In: American Economic Review, Vol. 77, 1987, S.168 ff. Einen Literaturüberblick gibt P. Joskow: Asset Specificity and the Structure of Vertical Relationships: Empirical Evidence. In: Journal of Law, Economics and Organization, Vol. 4, Spring 1988, S. 95 ff. Wiederabgedruckt in O. Williamson, S. Winter (Hrg.): The Nature of the Firm. New York 1991.Google Scholar
  52. 46.
    H. Demsetz: Vertical Integration: Theories and Evidence. In: H. Demsetz: Ownership, Control, and the Firm, Vol. I. Oxford 1988.Google Scholar
  53. 47.
    Neben dem im folgenden entwickelten Ansatz gibt es noch andere Alternativansätze. So etwa der Ansatz, der einen direkten Bezug zur Theorie der Property Rights herstellt und der auf eine bekannte Arbeit von Alchian und Demsetz zurückgeht. (A. Alchian, H. Demsetz: Production, information costs, and economic organization. In: American Economic Review, Vol. 62, 1972, S. 777 ff.) Hierbei wird das Augenmerk daraufgerichtet, daß ein Unternehmen auch als eine bestimmte Verteilung von Eigentumsrechten angesehen werden kann, durch die bestimmte Effizienzprobleme gelöst werden, wie etwa das Problem der Drückebergerei (shirking), das bei der Produktion in Teams auftreten kann. Eigentumsrechte stehen auch im Zentrum der bekannten Untersuchung von Grossman und Hart. (S. Grossman, O. Hart: The Costs and Benefits of Ownership: A Theory of Vertical and Lateral Integration. In: Journal of Political Economy, Vol. 94, 1986, S. 691 ff.) Diese Ansätze werden hier nicht weiter verfolgt, da sie keine direkte Verbindung zum Problem des Wandels haben, das in dieser Arbeit im Vordergrund steht. (Allerdings kann der Besitz von Residualrechten, der bei Grossman und Hart im Zentrum steht, erklären, warum es leichter ist, in einer integrierten Struktur auf Wandel zu reagieren als in einer Zulieferbeziehung. Wir kommen in Abschnitt 9 noch einmal kurz darauf zurück.) Eine Einführung in diese Literatur gibt O. Hart: Incomplete Contracts and the Theory of the Firm. In: Journal of Law, Economics, and Organization, Vol. 4, Spring 1988, S. 119 ff.Google Scholar
  54. 47a.
    Wiederabgedruckt in O. Williamson, S. Winter (Hrg.): The Nature of the Firm. New York 1991. Zum Ansatz der Property Rights ganz allgemein vgl. M. Ricketts: The Economics of Business Enterprise. Brighton 1987, Kapitel 4.Google Scholar
  55. 48.
    So auch J. Tirole, a.a.O., S. 33.Google Scholar
  56. 49.
    In seiner Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung schildert Schumpeter das Bild einer solchen stationären Wirtschaft, um ihm dann als Gegenbild die vom Schumpeterschen Unternehmer geprägte dynamische Welt gegenüberzustellen. J. Schumpeter: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung. Leipzig 1912, Erstes Kapitel.Google Scholar
  57. 50.
    Obwohl er nicht explizit von von Weizsäcker zitiert wird, geht auch Knight in Risk, Uncertainty and Profit von einer Welt aus, in der es keinerlei Unsicherheit mehr gibt. “With uncertainty entirely absent, every individual being in possession of perfect knowledge of the situation, there would be no occasion for anything of the nature of responsible management or control of productive activity. Even marketing transactions in any realistic sense would not be found. The flow of raw materials and productive services to the consumer would be entirely automatic......If the conditions of life and the people themselves were entirely unchanging a definite organization would result, perfect in the sense that no one would be under an incentive to change...... With the introduction of uncertainty — the fact of ignorance and necessity of acting upon opinion rather than knowledge — into this Eden-like situation, its character is completely changed.” F. H. Knight: Risk, Uncertainty and Profit. Series of Reprints of Scarce Tracts in Economic and Political Science, No. 16, The London School of Economics and Political Science, Eight Impression, 1957, S. 267 f.Google Scholar
  58. 51.
    C.C. von Weizsäcker: Antitrust and the Division of Labor. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Vol. 147, 1991, S. 99 ff.Google Scholar
  59. 52.
    R. Langlois: Economic Change and the Boundaries of the Firm, a.a.O.Google Scholar
  60. 53.
    R. Solow: Comments from inside economics. In: A. Klamer, D. McCloskey, R. Solow: The Consequences of Economic Rhetoric. Cambridge et al. 1988, S. 31. ff., hier S. 31.Google Scholar
  61. 54.
    Vgl. C.C. von Weizsäcker: Rechte und Verhältnisse in der modernen Wirtschaftslehre. In: Kyklos, Vol. 34, 1981, S. 345 ff., hier S. 358. Als Beispiele für progressive Industrien nennt von Weizsäcker die Datenverarbeitungsindustrie, die Büromaschinenindustrie, die Telekommunikationsindustrie oder die Pharmaindustrie.Google Scholar
  62. 55.
    G. Dosi und andere vergleichen diesen Vorgang mit dem von Kuhn für die Wissenschaftsgeschichte geschilderten Wechsel eines theoretischen Paradigmas. An die Stelle des “Business as Usual” (bzw. der “normalen Wissenschaft”) tritt eine revolutionäre Phase der fundamentalen Unsicherheit. Vgl. G. Dosi: Technological Change and Industrial Transformation. Houndmills, Basingstroke 1984, S. 14 ff. T. Kuhn: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Frankfurt a.M. 1967.Google Scholar
  63. 56.
    Man mag hier einwenden, daß die Unterscheidung zwischen “normalen” Zeiten und Turbulenzphasen unscharf sei. Es verdient deshalb angemerkt zu werden, daß eine ähnliche Unterscheidung aus der Systemtheorie bekannt ist. Emery und Trist unterscheiden vier Idealtypen der Umgebung eines Unternehmens. Der erste Umgebungstyp verändert sich über die Zeit hinweg nur wenig, er ist “ruhig” und “gleichmäßig strukturiert.” Eine Umgebung dieses Typs wird etwa durch das Modell des Gleichgewichts bei vollständiger Konkurrenz beschrieben. Der zweite Umgebungstypus ist ebenfalls ruhig aber nicht mehr gleichmäßig strukturiert. Bestimmte Charakterstika treten “gehäuft” auf. Es gibt beispielsweise Größen- oder Standortvorteile. Im Gegensatz zum ersten Umgebungstyp, bei dem adaptives Verhalten genügte, bringt hier die Entwicklung von Unternehmensstrategien Überlebensvorteile. Die dritte Art von Umgebung ist “unruhig”. Sie verändert sich stärker in der Zeit, und außerdem gibt es nun in der Umwelt des Unternehmens andere Faktoren und Akteure, die auf das Handeln des Unternehmens reagieren. Das Unternehmen muß jetzt aktiv auf die Umwelt Einfluß nehmen und Rückwirkungen von vorneherein berücksichtigen. “Ein Mixtum aus Strategie und Taktik wird wichtig.” Die vierte Art von Umgebung schließlich ist “turbulent”, “komplex” und “schnell veränderlich”. Dieser Typ von Umgebung schafft einen hohen Grad an Unsicherheit. Er ist kaum kontrollierbar. “Aus diesem Grund besteht eine Tendenz zur Inkorporierung von Teilen der Umgebung, zur Diversifizierung der Produktion, zur Betonung von Informationsgewinnung und — Verarbeitung und zur Spezialisierung an den Rändern der Organisation. Handlungsmöglichkeiten werden spezifiziert, um — wenigstens teilweise — Ruhe in das turbulente Feld zu bekommen...”. “Normale” Zeiten im hier gebrauchten Sinn entsprechen den Umwelttypen 1–3. “Turbulenzphasen” dem Umwelttyp 4. Vgl. F.E. Emery, E.L. Trist: The Causal Texture of Organizational Environments. In: F.E. Emery (Hrg.), Systems Thinking. Harmondsworth 1969, S. 241 ff. Die hier gegebene Zusammenfassung der Ideen von Emery/Trist folgt P. Weise et al.: MikroÖkonomie, 2. Aufl., Heidelberg 1991, S. 264 f.Google Scholar
  64. 57.
    The Nature of the Firm, loc. cit., S. 390.Google Scholar
  65. 58.
    Diese Ansicht vertritt auch H. Simon. Vgl. H. Simon: Organizations and Markets. In: Journal of Economic Perspectives, Vol. 5, No. 2, 1991, 25 ff, hier S. 40 f.Google Scholar
  66. 59.
    F. A. Von Hayek: Law, Legislation, and Liberty. Chicago 1973–1979 (3Bde.)Google Scholar
  67. 59a.
    J. Elster: Economic Order and Social Norms. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Vol. 144, 1988, S. 357 ff.Google Scholar
  68. 60.
    D. North: Strucure and Change in Economic History, New York 1981. Eine kondensierte Form seiner Ideen gibt North in seinem Aufsatz: Institutions, Transaction Costs and Economic Growth. In: Economic Inquiry, Vol. 25, 1987, S. 419 ff.Google Scholar
  69. 60a.
    Ähnliche Ideen finden sich im Grunde schon in J. Hicks: A Theory of Economic History. Oxford 1969.Google Scholar
  70. 61.
    Dieser Gesichtspunkt der Appropriierbarkeit von Innovationsrenten wird auch von D. Teece sehr stark betont. Vgl. seinen Aufsatz Profiting from technological innovation: Implications for integration, collaboration, licensing and public policy. In: Research Policy, Vol. 15, 1986, S. 285 ff. Dort untersucht Teece die Frage, warum häufig von einer Innovation andere Unternehmen profitieren als jene, die die Innovation ursprünglich hervorgebracht haben. Der Faktor der strategischen Bedeutsamkeit wird auch hervorgehoben von A. Picot: Ein neuer Ansatz zur Gestaltung der Leistungstiefe. In: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Heft 4, April 1991, S.336 ff., hier S.346 f.Google Scholar
  71. 62.
    Die Frage des Informationsaustausches in oder zwischen Unternehmen hat natürlich einen engen Zusammenhang mit der Analyse von Kommunikationsflüssen und der optimalen Gestaltung von Kommunikationsstrukturen und -netzen in bzw. zwischen Unternehmen. Diese Fragestellung wird hier jedoch ausgeblendet. Der an dieser Fragestellung interessierte Leser sei verwiesen auf E. Bössmann: Die ökonomische Analyse von Kommunikationsbeziehungen zwischen Unternehmen. Berlin, Heidelberg, New York, 1967.Google Scholar
  72. 63.
    Hier gibt es einen gewissen Zusammenhang zum sogenannten Heiner-Modell des vorhersagbaren Handelns. Nach diesem Modell kann es in einer komplexen Umwelt sogar vorteilhaft sein, wenn das Verhaltensrepertoire eines Organismus nicht zu groß ist. Bei einem zu großen Verhaltensrepertoire besteht nämlich die Gefahr, daß der Organismus zur falschen Zeit die falsche Handlungsalternative auswählt. Bei einem begrenzten Verhaltensrepertoire hingegen wird die Wahrscheinlichkeit größer, daß die gewählte Handlungsalternative auch tatsächlich der gerade vorliegenden Umweltsituation entspricht. Vgl. R.A. Heiner: The Origins of Predictable Behavior. In: American Economic Review, Vol. 73, No. 4, 1983, S. 561 ftGoogle Scholar
  73. 64.
    Dieser Gedanke findet sich in fast gleicher Formulierung (auch unter Verwendung des Militär-Beispiels) in P. Bolton, J. Farrell: Decentralization, Duplication, and Delay. In: Journal of Political Economy, Vol. 98, No. 4, 1990, S. 803 ff, hier S. 805 f.Google Scholar
  74. 65.
    Silver, a.a.O., S. 16.Google Scholar
  75. 66.
    S. Grossman, O. Hart, The Costs and Benefits of Ownership: A Theory of Vertical and Lateral Integration, a.a.O.Google Scholar
  76. 67.
    Zur Problematik von Innovation und Schutz der Innovationsrenten ganz allgemein vgl. C.C. von Weizsäcker: Rechte und Verhältnisse in der modernen Wirtschaftslehre, a.a.O. Vgl. auch Teece: Profiting from technological innovation, a.a.O.Google Scholar
  77. 68.
    Vgl. hierzu auch A. Picot: Ein neuer Ansatz zur Gestaltung der Leistungstiefe, a.a.O.Google Scholar
  78. 69.
    Vgl. G. Kubon-Gilke: Moralische Kosten und die Endogenisierung von Präferenzen in der Neuen Institutionenökonomik. Manuskript, Technische Universität Darmstadt 1992. Diese Arbeit beruht in starkem Maße auf Erkenntnissen jenes Zweiges der Sozialpsychologie, der sich an der Gestaltpsychologie orientiert. Zu dieser Richtung der Sozialpsychologie vgl. S. Asch: Social Psychology. New York 1952. Interessanterweise kommt ein rein aus der ökonomischen Perspektive geschriebener Artikel von Kreps über Corporate Culture zu verblüffend ähnlichen Resultaten wie die Gestalt-Psychologie.CrossRefGoogle Scholar
  79. 69a.
    Vgl. D. Kreps: Corporate Culture and Economic Theory. In: J. Alt and K. Shepsle (Hrg.) Perspectives on Positive Political Economy. Cambridge 1990, S. 90 ff. Zur Loyalität von Angerstellten vgl. ferner H. Simon: Organizations and Markets, a.a.O., hier S. 34 ff.CrossRefGoogle Scholar
  80. 70.
    Arrow: Economic Welfare and the Allocation of Resources for Invention, a.a.O.Google Scholar
  81. 71.
    Ein bestimmtes Genre von Kriminal- oder Agentenfilmen ist dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrecher versuchen, sich in den Besitz einer bestimmten “Former zu bringen. Auch dies ist ein Beispiel dafür, daß man die Information nicht im Einzelnen zu kennen braucht, um ihren Wert einschätzen zu können.Google Scholar
  82. 72.
    Der Begriff der Information Impactedness stammt von Williamson. Vgl. Transaction Cost Economics: The Governance of Contractual Relations. In: O. Williamson: Economic Organization. Brighton 1986, Chapter 7.Google Scholar
  83. 73.
    Zitiert nach Ricketts, a.a.O., S.20.Google Scholar
  84. 74.
    Silver, a.a.O., Chapter 4.Google Scholar
  85. 75.
    Vgl. S. Grossman, O. Hart, a.a.O.Google Scholar
  86. 76.
    In einigen Fällen mag solches Wissen verbal nur sehr schwer vermittelbar sein. Der Philosoph Michael Polanyi hat diese Art des Wissens in seinem Buch Personal Knowledge, London 1958, analysiert. Eine etwas neuere und kondensiertere Darstellung seiner Ideen ist M. Polanyi: Implizites Wissen. Frankfurt 1985. Ähnliche Ideen werden auch von Innovationsökonomen vorgebracht. Vgl. z.B. G. Dosi: Sources, Procedures, and Microeconomic Effects of Innovation. In: Journal of Economic Literature, Vol. 26, September 1988, S. 1120 ff., hier S. 1133.Google Scholar
  87. 77.
    E. Penrose: The Theory of the Growth of the Firm. 2nd Edition, Oxford 1980, insbesondere Kapitel 6. Alfred Chandler stellt die “Fähigkeiten” eines Unternehmens (insbesondere die organisatorischen Fähigkeiten) als wichtigstes Erklärungsmoment für eine Theorie der Firma heraus. Vgl. A. Chandler: Organizational Cpabilities and the Economic History of the Industrial Enterprise. In: Journal of Economic Perspectives, Vol. 6, No. 3, Summer 1992. Vgl. auch ders.: What is a Firm?, A Historical Perspective, In: European Economic Review, 36, 1992, S. 483 ff. Auch die evolutorische Theorie der Unternehmung folgt diesem Ansatz.Google Scholar
  88. 77a.
    Vgl. S. Winter: On Coase, Competence, and the Corporation. In: O. Williamson, S. Winter: The Nature of the Firm. New York 1991, S. 179 ff. Ebenso R. Nelson: Why do Firms Differ, And How Does It Matter. In: Strategic Management Journal, Vol. 12, 1991, S. 61 ff.Google Scholar
  89. 77b.
    Ein weiterer Autor, der sich intensiv mit dem Thema der Fähigkeiten eines Unternehmens, insbesondere unter strategischem Gesichtspunkt, befaßt hat, ist D. Teece. Vgl. D. Teece, G. Pisano, A. Shuen: Dynamic Capabilities and Strategic Management Vervielfältigt, University of California at Berkeley, 1992.Google Scholar
  90. 78.
    C.C. von Weizsäcker: Antitrust and the Division of Labour, a.a.O., S. 107.Google Scholar
  91. 79.
    C.C. von Weizsäcker: Networks and Society. In: Y. Oishi, M. Komai (Hrg.): Networks and Society. The Institute for Posts and Telecommunications Policy, Tokyo 1991, S. 3 ff.Google Scholar
  92. 80.
    Der Autor hat sich an verschiedenen Orten eingehend mit dieser Fragestellung beschäftigt. Vgl. z.B. B. Wieland: Kommunikationskosten und die Multinationalisierung des Bankwesens. Erscheint demnächst in ifo-Studien, 1/95. Zur Multinationalisierung des Bankwesens allgemein vgl. H. Büschgen: Internationales Finanzmanagement. Frankfurt a.M. 1986Google Scholar
  93. 80a.
    D. Glüder: Die Entstehung multinationaler Banken. Wiesbaden 1988CrossRefGoogle Scholar
  94. 80b.
    R. Bryant: International Financial Intermediation. Washington 1987.Google Scholar
  95. 81.
    Zu den theoretischen Grundlagen dieser Fragestellung vgl. die bereits zitierte Arbeit von E. Böss-mann: Die ökonomische Analyse von Kommunikationsbeziehungen in Organisationen, a.a.O.Google Scholar
  96. 82.
    Lewis und Sappington haben kürzlich einen Aufsatz veröffentlicht, in dem die Auswirkungen des technischen Wandels auf die vertikale Integration ohne Transaktionskosten erklärt werden. (T. Lewis und D. Sappington: Technological Change and the Boundaries of the Firm. In: American Economic Review, Vol. 81, 1991, S. 887 ff.) Bereits im ersten Absatz ihres Artikels treffen sie aber folgende Annahme: “The subcontractor is known to have lower innate production costs than the firm. However, the firm is better able to monitor and therefore to control its own production activities.” Das ist die klassische Situation, wo der Zulieferer niedrigere Stückkosten hat, aber Schwierigkeiten des Informationsaustausches bestehen. Es ist zu vermuten, daß die Kostenvorteile des Zulieferers aus Spezialisierung oder aus Größenvorteilen stammen. Warum sollte das belieferte Unternehmen diese Vorteile nicht auch realisieren können? Vermutlich deshalb, weil der zusätzliche Managementaufwand zu groß würde. Das heißt, hier wird von vorneherein angenommen, daß die Koordinationskosten größer als die Transaktionskosten sind. Dann ist aber im Grunde nichts mehr zu erklären.Google Scholar
  97. 83.
    M. Gort: An economic disturbance theory of mergers. In: Quarterly Journal of Economics, Vol. 83, 1969, S. 624 ff. J. McGowan: International comparisons of merger activity. In: Journal of Law and Economics, Vol. 9, 1971, S. 233 ff. Silver, a.a.O., S. 21, zitiert auch noch die bekannte Studie von Nelson. (R.L. Nelson: Merger Movements in American Industry, 1895–1956. Princeton 1959.) Nelson kommt jedoch gerade zu dem Schluß, daß nicht technologische Turbulenzen für die große amerikanische Fusionswelle umd die Jahrhundertwende verantwortlich seien, sondern vielmehr das Entstehen eines entwickelten Kapitalmarktes. (Nelson, a.a.O., S. 6.)Google Scholar
  98. 84.
    Zur Theorie der vertikalen Integration ganz allgemein vgl. M. Perry: Vertical Integration: Determinants and Effects. In: R. Schmalensee, R. Willig (Hrg.): Handbook of Industrial Studies. Amsterdam et al. 1989, Vol. I, Chapter 4. Eine aktuelle deutschsprachige Darstellung ist F. Waldenberger: Vertikale Integration von Unternehmen. Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik, Bd. 86, Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, Köln 1991.Google Scholar
  99. 85.
    Es wurde angenommen, daß die Anzahl der Unternehmen im Jahr 1954 der Durchschnitt der Anzahl der Unternehmen in der gesamten Untersuchungsperiode war.Google Scholar
  100. 86.
    M. Adelman: Concept and Statistical measurement of vertical integration. In: G. Stigler (Hrg.): Business Concentration and Price Policy, A Conference of the Universities-National Bureau Committee for Economic Research. Princeton 1955, S. 281 ff.Google Scholar
  101. 87.
    M. Adelman: Concept and Statistical measurement of vertical integration. In: G. Stigler (Hrg.): Business Concentration and Price Policy, A Conference of the Universities-National Bureau Committee for Economic Research. Princeton 1955, S. 292 ff.Google Scholar
  102. 88.
    M. Adelman: Concept and Statistical measurement of vertical integration. In: G. Stigler (Hrg.): Business Concentration and Price Policy, A Conference of the Universities-National Bureau Committee for Economic Research. Princeton 1955, S. 318 ff.Google Scholar
  103. 89.
    Adelman meint diese Theorie gegen Stigler vorbringen zu müssen, dem er vorwirft, nicht zwischen “Prozeß und Resultat” zu unterscheiden. “... in my opinion Stigler’s analysis (correctly) contrasts a mature or large-scale industry with a small-scale industry not an expanding industry with a contracting one” (S. 318). Ein Blick in den Orginalartikel Stiglers und auch die obige Darstellung zeigen, daß Adelman hier von seinem Gedächtnis im Stich gelassen wird. Stigler behandelt sehr wohl die expansive und kontraktive Phase einer Industrie und kommt dabei zu genau den gleichen Schlüssen wie Adelman.Google Scholar
  104. 90.
    D. Levy: Testing Stigler’s interpretation of “The division of labor is limited by the extent of the market”. In: Journal of Industrial Economics, Vol. 32, 1984, S. 377 ff. F. Waldenberger, a.a.O.Google Scholar
  105. 91.
    Levys Arbeit stellt eine “Verbesserung” einer vorhergehenden Arbeit von Tucker und Wilder dar, die ebenfalls dem Ziel diente, Stiglers These zu testen. (I. Tucker und R. Wilder: Trends in Vertical Integration in the U.S. Manufacturing Sector. In: Journal of Industrial Economics, Vol. 26, 1977, S.81 ff.) Die Autoren bestätigen Stiglers These, daß der Grad der vertikalen Integration mit wachsendem Absatzmarkt abnimmt. Sie finden ferner einen positiven Zusammenhang zwischen dem Konzentrationsgrad und dem Grad der vertikalen Integration in einer Industrie. Die Arbeit von Levy stellt insofern eine Verbesserung dar, als er Daten auf der Unternehmensebene und nicht auf der Betriebsebene benutzt und darüberhinaus eine genaue theoretische Begründung der von ihm verwendeten Schatzvariablen gibt.Google Scholar
  106. 92.
    F. Waldenberger, a.a.O., S. 92. Die beiden angesprochenen Hypothesen lauten folgendermaßen: (1) Hypothese H2: Je größer die Absatzmärkte sind, desto größer sind die Vorteile der vertikalen Spezialisierung über Märkte; (2) Hypothese H4: Je stärker die Wachstumsdynamik der Absatzmärkte ist, desto größer sind die Vorteile der vertikalen Integration vor- und nachgelagerter Produktionsbereiche.Google Scholar
  107. 93.
    Eine aktuelle deutschsprachige Darstellung ist F. Waldenberger: Vertikale Integration von Unternehmen. Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik, Bd. 86, Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, Köln 1991. S. 102.Google Scholar
  108. 94.
    Eine aktuelle deutschsprachige Darstellung ist F. Waldenberger: Vertikale Integration von Unternehmen. Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik, Bd. 86, Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, Köln 1991. S. 104.Google Scholar
  109. 95.
    Eine aktuelle deutschsprachige Darstellung ist F. Waldenberger: Vertikale Integration von Unternehmen. Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik, Bd. 86, Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, Köln 1991. S. 129.Google Scholar
  110. 96.
    Eine weitere Studie, die erwähnt werden sollte, ist die von Demsetz. Vgl. H. Demsetz: Vertical Integration: Theories and Evidence, a.a.O. Diese Studie enthält allerdings nicht den Einfluß des Wandels. Für eine Interpretation der Ergebnisse Demsetz’ vgl. Waldenberger, a.a.O., S. 121 f.Google Scholar
  111. 97.
    Abgedruckt als Kapitel 2 in M. Guerin-Calvet und S. Wildman (Hrg.): Electronic Services Networks, A Business and Public Policy Challenge. New York et al. 1991.Google Scholar

Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Bernhard Wieland
    • 1
  1. 1.Staatswissenschaftliches SeminarUniversität zu KölnKölnDeutschland

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