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Kalibration

  • Holger Richter
Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 106)

Zusammenfassung

Um die zahlreichen Parameter der Produktions- und Nutzenfunktionen zu bestimmen, wird in EAG-Modellen üblicherweise das Verfahren der Kalibration angewandt. Dabei wird so verfahren, daß die Funktionen nach den unbekannten Parametern aufgelöst und die entsprechenden aus der Datenbasis bekannten Werte eingesetzt werden. Die auf diese Weise ermittelten Werte für die verschiedenen Parameter stellen sicher, daß die Datenbasis als Ausgangsgleichgewicht repliziert werden kann.

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Literatur

  1. 1.
    Weitere Möglichkeiten, wie z.B. die ökonometrische Schätzung sämtlicher Parameter der Nutzen- und Produktionsfunktionen, diskutieren A. Mansur/J. Whalley (1984), S. 70–85.Google Scholar
  2. 2.
    Eine allgemeine Darstellung der Kalibrationsprozedur bei EAG-Modellen bieten A. Mansur/J. Whalley (1984). Zur detaillierten Beschreibung der Kalibration für dieses Modell siehe K.-J. Duschek (1993), S. 158–178.Google Scholar
  3. 3.
    Die von C.L. Ballard/D. Fullerton/J.B. Shoven/J. Whalley (1985) verwendeten Werte für die Substitutionselastizität der verschiedenen Produktionsbereiche basieren auf der Studie von V. Caddy (1976) für die Vereinigten Staaten und Großbritannien. Für die Bundesrepublik existieren keine neueren Schätzungen, so daß auf die Werte für andere Länder zurückgegriffen werden muß. Zu Schätzungen von Substitutionselastizitäten im Unternehmenssektor für die Bundesrepublik siehe E. Stöß (1991), S. 223.Google Scholar
  4. 4.
    Zur Wahl der partiellen direkten Lohnelastizität des Arbeitsangebotes siehe ebenfalls C.L. Ballard/D. Fullerton/J.B. Shoven/J. Whalley (1985), S. 135. Sie bestimmen den Standardwert von 0,15 als gewichtetes Mittel aus der (positiven) Elastizität für Frauen und der (negativen) Elastizität für Männer. Zu einem Überblick über die Studien zum Arbeitsangebot von Frauen siehe M.R. Killingsworth/J.J. Heckman (1986) und zu dem Arbeitsangebot von Männern siehe J. Pencavel (1986).Google Scholar
  5. 5.
    Zur Berechnung der verschiedenen Substitutionselastizitäten über die Vorgabe von Werten bzgl. der partiellen direkten Nettozinselastizität des Sparens bzw. der Nettolohnelastizität des Arbeitsangebots siehe K.-J. Duschek (1993), S. 160 ff.Google Scholar
  6. 6.
    Die Wahl des Standardwertes für die partielle Nettozinselastizität des Sparens erfolgt in Analogie zu C.L. Ballard/D. Fullerton/J.B. Shoven/J. Whalley (1985), S. 138, die auf den ökonometrischen Schätzungen von M. Boskin (1978) beruhen. Eine Sensitivitätsanalyse bezüglich der Nettozinselastizität des Sparens erfolgt im Anhang C.Google Scholar
  7. 7.
    Diesen Wert legen auch B. Kühn (1988), S. 187, bzw. M. Rose (1990), S. 20 zugrunde. C.L. Ballard/D. Fullerton/J.B. Shoven/J. Whalley (1985), S. 135 gehen im Standarfall dagegen von einem Wert von 1,75 aus. Daß die Haushalte im Jahresdurchschnitt in der Lage sind, ihre maximale Wochenarbeitszeit auf 70 Stunden auszudehnen, erscheint jedoch unrealistisch.Google Scholar
  8. 8.
    Siehe Statistisches Bundesamt (1990b), Tab. 3.1, S. 43.Google Scholar
  9. 9.
    Siehe United Nations (1992), Tab. 1, S. 141.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. C.L.Ballard/D. Fullerton/J.B. Shoven/J. Whalley (1985), S. 34.Google Scholar

Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Holger Richter
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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