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Modell und Ablauf der Analyse im Überblick

  • Holger Richter
Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 106)

Zusammenfassung

Die Analyse der Effekte der betrachteten Steuerreformprogramme erfolgt mittels eines “dynamischen” empirischen allgemeinen Gleichgewichtsmodells (EAG-Modell).1 Ein derartiges Modell läßt sich wie folgt klassifizieren: Ein EAG-Modell ist ein auf der Basis empirischer Daten numerisch spezifiziertes Modell der allgemeinen Gleichgewichtstheorie, das so komplex ist, daß es nur unter Rückgriff auf numerische Lösungsalgorithmen gelöst werden kann.2

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Literatur

  1. 1.
    Das hier verwendete EAG-Modell stellt eine Synthese der Modelle von M. Rose/H. Kungl/B. Kühn (1988) und C.L. Ballard/D. Fullerton/J.B. Shoven/J. Whalley (1985) dar. Zu einer Abgrenzung der Charakteristika dieser Modelle siehe K.-J. Duschek (1993), S. 17–20.Google Scholar
  2. 2.
    Einen Einblick in die Erstellung von EAG-Modellen bzw. einen Überblick über existierende EAG-Modelle geben J.B. Shoven (1983), J.B. Shoven/J. Whalley (1984), D. Fullerton/Y.K. Henderson/J.B. Shoven (1984), W. Wiegard (1985), A.M. Borges (1986), G. Hirte/W. Wiegard (1988), J. Whalley (1988), A.M.M. Pereira (1988), A.M.M. Pereira/J.B. Shoven (1988), P. Gottfried/E. Stöß/W. Wiegard (1990), J.B. Shoven/J. Whalley (1992) und G. Klepper/O. Lorz/F. Stähler/R. Thiele/M. Wiebelt (1993).Google Scholar
  3. 3.
    Im Gegensatz hierzu wird das Ausland in vielen EAG-Modellen überhaupt nicht oder nur rudimentär in Form einer “external sector closing rule” abgebildet; vgl. hierzu J. Whalley/B. Yeung (1984). Eine Vorstellung von der Bedeutung einer adäquaten Modellierung des Auslands vermitteln L. Goulder/J.B. Shoven/J. Whalley (1983).Google Scholar
  4. 4.
    Siehe P.S. Armington (1969).Google Scholar
  5. 5.
    Im Gegensatz zur SIO umfaßt der (primäre) Produktionsbereich 12 nur die gegen spezielles Entgelt zur Verfügung gestellten nichtmarktbestimmten Dienstleistungen. Zur SIO vgl. Statistisches Bundesamt (1990a), S. 341.Google Scholar
  6. 6.
    Zum “Systematischen Güterverzeichnis für den Privaten Verbrauch” vgl. Statistisches Bundesamt (1963).Google Scholar
  7. 7.
    Ab-Werk-Preis = Herstellungspreis + Produktionssteuern (abzüglich Subventionen).Google Scholar
  8. 10.
    Im wesentlichen handelt es sich hierbei um die Parameter der Produktions- und Nutzenfunktionen sowie die steuerpolitischen Parameter.Google Scholar
  9. 11.
    Zur Konstruktion einer mikrokonsistenten Datenbasis siehe F. St-Hilaire/J. Whalley (1983, 1987) und B. Kühn (1988).Google Scholar
  10. 12.
    Siehe Statistisches Bundesamt (1990a).Google Scholar
  11. 13.
    Die Vorabtabellen der EVS 1988 wurden freundlicherweise vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestelltGoogle Scholar
  12. 15.
    Siehe Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften (1983,1990) und United Nations (1991a, 1991b, 1992).Google Scholar
  13. 16.
    Zur numerischen Spezifikation der Parameter von EAG-Modellen im allgemeinen und zum Verfahren der Kalibration im besonderen vgl. A. Mansur/J. Whalley (1984).Google Scholar
  14. 17.
    Der ursprüngliche (gleichgewichtige) Wachstumspfad, d.h. diejenige Sequenz von miteinander gekoppelten statischen allgemeinen Gleichgewichten, die die Weltökonomie unter der Steuerpolitik des Jahres 1988 von der Periode 0 (dem Jahr 1988) bis zur Periode <∞> durchläuft, wird im folgenden auch als Referenzsequenz (RS) bezeichnet Im Zusammenhang mit dem neuen Wachstumspfad, d.h. derjenigen Sequenz von miteinander verbundenen statischen allgemeinen Gleichgewichten, die die Weltökonomie unter einer zu Beginn der Periode 1 einsetzenden alternativen Steuerpolitik von den Perioden 0 bis <∞ durchläuft, wird im weiteren Verlauf auch von der Alternativsequenz (AS) gesprochen.Google Scholar
  15. 18.
    Die Programmierung des Modells erfolgte in FORTRAN 77. Als numerischer Lösungsalgorithmus wird ein modifizierter Newton-Ansatz von M.J.D. Powell (1970a) verwendet. Eine FORTRAN-Subroutine für diesen Algorithmus findet sich bei M.J.D. Powell (1970b).Google Scholar
  16. 19.
    Vgl. A.A. Tait (1989), S. 171.Google Scholar
  17. 20.
    Siehe hierzu auch die Anmerkungen von W.F. Richter/W. Wiegard (1993), S. 353.Google Scholar
  18. 21.
    Vgl. A.M. Borges (1986), S. 19 und P. Gottfried/E. Stöß/W. Wiegard (1990), S. 239.Google Scholar
  19. 22.
    Eine ökonometrische Schätzung komplexer EAG-Modelle wurde bisher nur von Jorgenson und Mitarbeitern durchgeführt. Siehe dazu D.W. Jorgenson (1984), D.W. Jorgenson/D.T. Slesnick (1985) und D.W. Jorgenson/K.-Y. Yun (1986).Google Scholar
  20. 23.
    Eine Sensitivitätsanalyse bezüglich verschiedener Werte für die Nettozinselastizität des Sparens erfolgt im Anhang C, da diese Elastizität insbesondere bei der Simulation der Einführung einer Konsumsteuer die Ergebnisse beeinflußtGoogle Scholar
  21. 24.
    Ein Beispiel für eine umfassende Dokumentierung der durchgeführten EAG-Analyse bietet z.B. die zweiteilige Arbeit von C.B. Rosenberg (1993) und H. Fehr (1993). Das gleiche Ziel wurde bei der hier vorliegenden Arbeit in Verbindung mit der Arbeit von K.-J. Duschek (1993) angestrebt.Google Scholar
  22. 25.
    Siehe hierzu A.M. Borges (1986), S. 15 und A.A. Tait (1989), S. 172 f.Google Scholar
  23. 26.
    Siehe hierzu die Arbeiten von D. Fullerton/J.B. Shoven/J. Whalley (1983), C.L. Ballard/D. Fullerton/J.B. Shoven/J. Whalley (1985), S. 171–187 und J.B. Shoven/J. Whalley (1992), S. 168–174. Die Beurteilung der Einführung einer Konsumsteuer erfolgt in diesen Studien in erster Linie auf Basis des dynamischen Wohlfahrtseffektes für den gesamten Haushaltssektor der Vereinigten Staaten. Auf den Ausweis des zeitlichen Wirkungsverlaufs wird weitgehend verzichtetGoogle Scholar
  24. 27.
    Kritisch äußert sich hingegen A.A. Tait (1989), S. 173 zu den Vorzügen der EAG-Analyse gegenüber der Partialanalyse: “Of course we can agree that partial equilibrium and its ceteris paribus assumptions are equally (or more) abstruse and unrealistic… This then becomes a “plague on both your houses” complaint but still leaves the “ordinary” policymaker wondering about the time, effort, and (frequently public) money spent on economic research.”Google Scholar
  25. 28.
    Vgl. auch H. Fehr (1993), S. 30.Google Scholar
  26. 29.
    Siehe H. Fehr (1993), S. 29 f.Google Scholar

Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Holger Richter
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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