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Einoligopol mit Multinationalen Unternehmungen bei Technischem Fortschritt und Endogener Marktstruktur

  • Ludger Linnemann
Chapter
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Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 79)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel wird ein Oligopol mit MNUen betrachtet. Ausgehend vom vorigen Kapitel, in dem die Monopolposition der MNU auf dem Weltmarkt für Gut X durch den alleinigen Besitz des Firmenwissens begründet wurde, stellt sich die Frage, wie lange die MNU ihren Wissensvorsprung vor anderen Mitbewerbern aus dem In- und Ausland bewahren kann. Aber selbst wenn das Firmenwissen international allgemein zugänglich wäre, gibt es dennoch Situationen, in denen die MNU Monopolist für ihr Produkt bleibt. Dies ist z.B. beim natürlichen Monopol, bei der staatlichen Lizenzvergabe (HELPMAN, 1984a, S. 349) für die ausschließliche Produktion von Gut X und bei strategischem Abwehrverhalten der MNU (“limit pricing”) der Fall. Diese Fälle werden aber in dieser Arbeit nicht betrachtet.

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Literatur

  1. 1.
    Der Marktanteil von japanischen Personenkraftwagen in den USA betrug 1990 26%; in Kalifornien sogar 40% (ECONOMIST, 14.04.90, S. 87).Google Scholar
  2. 2.
    Eine durchschnittliche Autofabrik eines europäischen Massenproduzenten braucht 35 Arbeitstunden, um einen Wagen zusammenzubauen, eine durchschnittliche amerikanische Fabrik benötigt 24,9 Stunden, ein japanisches Werk nur 16,8 Stunden (WIRTSCHAFTSWOCHE, 09.11.90, S. 66).Google Scholar
  3. 3.
    Man vergleiche dazu auch die weltweiten Allianzen unter den führenden Automobilherstellern (ECONOMIST, 24.02.90, S. 74).Google Scholar
  4. 4.
    Zum Beispiel wurde im Mikrochip-Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Japan eine verbindliche Preisuntergrenze für dynamische Speicherchips festgelegt (ECONOMIST, 13.01.90, S. 17–8).Google Scholar
  5. 5.
    Im folgenden werden die Begriffe ‘Marktform’ und ‘Marktstruktur’ unterschieden. Während die Marktform auf die Anzahl der Anbieter und den Interaktionsmechanismus (z.B. Preisnehmerannahme) abhebt, bezieht die Marktstruktur noch zusätzlich die Art der Marktbedienung durch eine MNU (Exporte oder Direktinvestitionen) mit ein.Google Scholar
  6. 6.
    In dieser Arbeit wird das Boing-Airbus-Beispiel angeführt. Darin kann die Regierung von “Europa” durch Subventionen an die heimische Luftfahrtindustrie Boing zum Marktaustritt zwingen, wodurch der Airbus Industrie der gesamte Markt für Flugzeuge und die darin erzielbaren Monopolgewinne zufallt. Die Vor-teilhaftigkeit dieser Maßnahme hängt davon ab, ob die Gewinne größer als die Subventionszahlungen sind. Vergleiche auch Broll/Gilroy (1989).Google Scholar
  7. 7.
    Ein Speziallfall dieses Modells wird in Smith (1987) betrachtet.Google Scholar
  8. 8.
    Die Allgemeinheit dieser Modellklasse wird in Brander/Spencer (1984, S. 198–9) diskutiert.Google Scholar
  9. 9.
    Die genaue Einführung dieser Steuer wird in Unterabschnitt 4.4.1 vorgestellt.Google Scholar
  10. 10.
    Horstmann/Markusen (1992) betrachten den Fall, daß X und Y keine vollständigen Substitute sind, nutzen diese Unterscheidung aber später nicht aus.Google Scholar
  11. 12.
    Es ist zu beachten, daß das in Kap. 3.1 erwähnte “Numeraire Problem” in dieser Nutzendarstellung nicht auftaucht. D.h., wenn W sinkt, so sinkt die Wohlfahrt in Einheiten von beiden Gütern.Google Scholar
  12. 13.
    Die Wohlfahrt wird in diesem Kapitel mit dem Buchstaben W bezeichnet, wohingegen sie in den vorangegangenen Kapiteln mit I bezeichnet wurde. Mit diesem Unterschied in der Bezeichnug wird darauf hingewiesen, daß in diesem Kapitel die Wohlfahrt durch direktes Einsetzen der Konsummengen in die Nutzenfunktion U ermittelt wird, während in den vorigen Kapiteln noch zusätzlich eine monotone Transformation der Nutzenfunktion stattfand (vgl. Gl. (3.32)’).Google Scholar
  13. 16.
    Vgl. Tirole (1988) Kapitel 5.Google Scholar
  14. 18.
    Die Existenz und Eindeutigkeit eines Cournot-Nash-Gleichgewichtes ist für dieses Spiel durch die Annahme einer linearen Nachfragefunktion und konstanter Grenzkosten sichergestellt (Tirole, 1988, S. 224–6).Google Scholar
  15. 23.
    Aus der Annahme identischer Länder (AN 1) folgt, daß der Inlandsmarkt so groß ist, daß ebenfalls viele MNUen in den Auslandsmarkt eintreten werden.Google Scholar
  16. 24.
    Für eine Behandlung dieser Probleme vgl. Dixit/Norman (1984, S. 260).Google Scholar

Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Ludger Linnemann
    • 1
  1. 1.Köln 41Deutschland

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