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Die Bedeutung von Multinationalen Unternehmungen in der Weltwirtschaft

  • Ludger Linnemann
Chapter
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Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 79)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel soll die Rolle von MNUen in der Weltwirtschaft untersucht werden. Dieser Frage wird sowohl aus dem gesamtwirtschaftlichen Blickwinkel als auch aus der Perspektive der einzelnen Firma nachgegangen. Hierdurch sollen die nachfolgenden theoretischen Analysen in den Kapiteln 3 bis 6 motiviert und die empirische Relevanz des Untersuchungsgegenstands aufgezeigt werden.

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Literatur

  1. 1.
    Die volkswirtschaftliche Theorie bezeichnet mit dem Begriff “Investition” eine Stromgröße. Seine vorliegende Verwendung orientiert sich an der empirischen Literatur, in der unter “Direktinvestitionsbestand” der Buchwert des in einem anderen Land befindlichen Beteiligungsvermögens an Unternehmungen, abhängig von einem gewissen Prozentsatz am Aktienkapital, verstanden wird. Ersatzweise wird auch die Summe der in der Vergangenheit getätigten Direktinvestitionen zuzüglich der einbehaltenen Gewinne verwendet. Dagegen bezeichnet der Begriff “Direktinvestitionsstrom” die Direktinvestitionen, die innerhalb eines Jahres in einem anderen Land getätigt werden.Google Scholar
  2. 2.
    So gehen die USA und Kanada von 10%, Großbritannien von 20% und die Bundesrepublik Deutschland von 25% aus. Die Niederlande legen keinen Prozentsatz fest, sondern überlassen die Entscheidung der Klassifizierung den Unternehmungen selbst (KRÄGENAU, 1987, S. 35).Google Scholar
  3. 3.
    Falls es zu Verwechselungen dieser beiden Auslegungen kommen kann, wird bei der ersteren Definition von “Direktinvestitionen i.e.S.” und bei der letzteren Definition von “Direktinvestitionen i.w.S.” gesprochen.Google Scholar
  4. 4.
    Vergleiche dazu auch Unterabschnitt 2.3.1.Google Scholar
  5. 5.
    Wegen Doppelzahlungsproblemen sind diese Daten die Obergrenze für den Anteil des Innerfirmenhandels am gesamten Warenaustausch eines Landes (UNCTC, 1988, S.91). Für Angaben über andere Länder vgl. BROLL/GILROY (1989a, S. 5–8).Google Scholar
  6. 6.
    Es ist zu beachten, daß die Daten für 1988 aus einer anderen Quelle entnommen worden sind als die für 1975–85.Google Scholar
  7. 7.
    Nach den drei Anfangsbuchstaben der Faktoren nennt man diesen Ansatz auch “OLI-Konzept”. 8 Eine kritische Betrachtung des Begriffs “Öffentliche-Gut-Eigenschaft” erfolgt in Abschnitt 3.3.Google Scholar
  8. 9.
    Die Betrachtung des weltweiten Handels mit Patenten und Lizenzen zeigt, daß ein Großteil der Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen abgewickelt und nicht am Markt gehandelt wird. Interessant ist, daß 90% des Weltumsatzes im Patent- und Lizenzverkehr auf nur 10 Länder entfällt (DEUTSCHE BUNDESBANK, 1990, S. 30); eine ähnliche Größenordnung wie für den ausländischen Besitz von Direktinvestitionen.Google Scholar
  9. 10.
    Vergleiche die “ownership specific advantages” der Eklektischen Theorie in Unterabschnitt 2.1.3.Google Scholar
  10. 11.
    Näheres bei GIOVANNINI (1990).Google Scholar
  11. 12.
    Die EG z.B. fordert von japanischen Autoproduzenten in Europa, daß ihre Fahrzeuge zu 80% aus in Europa gefertigten Teilen bestehen, um sie als europäische Autos zu bezeichnen.Google Scholar
  12. 13.
    Um einen Eindruck von der Vielfalt der Maßnahmen zu erhalten, sei im Fall der Bundesrepublik auf den “Subventionsberichf” der Bundesregierung verwiesen (DEUTSCHER BUNDESTAG, 1987).Google Scholar
  13. 14.
    Vgl. HELPMAN/KRUGMAN (1989) zur politischen Ökonomie dieser Abkommen bzw. aufweiche Weise die beschränkten Unternehmungen davon profitieren.Google Scholar
  14. 15.
    Ein Kritiker dieses Abkommens meinte, daß es der Aufforderung an die OPEC gleichkomme, ihre Rohölpreise zu erhöhen (ECONOMIST, 03.02.90, S. 18).Google Scholar
  15. 16.
    Ein Beispiel dafür ist der Import von Videorecordern nach Frankreich, der für einige Wochen von zwei Zöllnern abgewickelt wurde, die jedes Gerät einzeln auspackten.Google Scholar
  16. 17.
    UNCTC (1988, S. 54–65).Google Scholar
  17. 18.
    Japanische Unternehmungen haben in der ersten Hälfte der achtziger Jahre eine Präferenz für Unternehmensneugründungen gezeigt und haben sich erst in der zweiten Hälfte verstärkt dem Aufkauf von Unternehmungen zugewandt.Google Scholar
  18. 19.
    Die Ausführungen über Honda basieren, falls nicht anders angegeben, auf LINDEN (1989, S. 56–69).Google Scholar
  19. 20.
    1990: Toyota 3,4 Mio., Nissan 2,0 Mio. und Honda 1,2 Mio Personenkraftwagen (The JAPAN TIMES, 20.03.91, S. 34).Google Scholar

Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Ludger Linnemann
    • 1
  1. 1.Köln 41Deutschland

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