Advertisement

Einleitung

  • Ludger Linnemann
Chapter
  • 16 Downloads
Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 79)

Zusammenfassung

Der Zusammenhang zwischen internationaler Wirtschaftspolitik und den weltweiten Aktivitäten von Multinationalen Unternehmungen (MNUen) ist in den letzten Jahren in vielen Fällen deutlich geworden. So haben beispielsweise japanische MNUen aus Furcht vor Importrestriktionen in den USA zum einen mit der Gründung von Tochterunternehmungen im US-amerikanischen Markt reagiert und sind zum anderen freiwillige Selbstbeschränkungsabkommen eingegangen. Ein anderes Beispiel sind die Änderungen im US-amerikanischen Steuersystem, mit denen beschleunigte Abschreibungen rur Unternehmungen ermöglicht wurden. Dadurch wurde ein großer Zustrom von Direktinvestitionen durch MNUen ausgelöst (SINN, 1988). Ähnliche Wirkungen hatten für die Europäische Gemeinschaft verschiedene Deregulierungsmaßnahmen, wie z.B. die Privatisierung von staatlichen Unternehmungen in Frankreich und Großbritannien (British Telecom), und das Projekt eines einheitlichen Binnenmarktes (UNCTC, 1988, S. 253). Schließlich seien noch verschiedene europäische Forschungsinitiativen erwähnt, wie z.B. EUREKA, RACE und ESPRIT, durch die verschiedene MNUen zu einer Kooperation in bestimmten Bereichen zusammenfanden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Es soll an dieser Stelle nicht auf die beiden Problembereiche eingegangen werden, ab welchem Anteil am Eigenkapital der ausländischen Niederlassung man von “Kontrolle” und ab welcher Größe des ausländischen Tochterunternehmens man von einer “Produktionsstätte” im Gegensatz zu einer “Schraubenzieherfabrik” bzw. Verkaufs- oder Service-Niederlassung spricht. Näheres dazu in Kapitel 2.Google Scholar
  2. 2.
    In dieser Arbeit werden nur “horizontale” MNUen betrachtet. Darunter versteht man Unternehmungen, die Produktionsstätten der gleichen Produktionsstufe international betreiben. Unternehmungen, die weltweit Betriebe vor- und nachgelagerter Produktionsstufen besitzen, nennt man “vertikale” MNUen.Google Scholar
  3. 3.
    BRAUN (1988, S. 2) erwähnt das Beispiel des ITT Konzerns, der angeblich versucht hat, mit Hilfe des amerikanischen Geheimdienstes 1970 die Wahl des Marxisten Salvador Allende zum Präsidenten von Chile zu verhindern.Google Scholar
  4. 4.
    Die Hauptarbeiten in den achtziger Jahren sind: BATRA/RAMACHANDRAN (1980), HELPMAN (1984), MARKUSEN (1984) und ETHIER (1986). Ein Überblick über diese Entwicklung ist in BROLL/GILROY, (1989, Kap. 2) zu finden.Google Scholar
  5. 5.
    Unter dem Begriff “herkömmliche Außenhandelstheorie” werden in dieser Arbeit die folgenden Standard-Modelle verstanden: Das RICARDO-, das HECKSCHER-OHLIN-SAMUELSON- und das Spezifische-Faktoren-Modell. Eine gute Darstellung dieser Modelle findet sich in JONES/NEARY (1984).Google Scholar
  6. 6.
    Einen guten Überlick über diese Fragestellungen bitet HELLEINER (1984).Google Scholar

Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Ludger Linnemann
    • 1
  1. 1.Köln 41Deutschland

Personalised recommendations