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Diffusionsverlauf von Zwischenprodukten

  • Reiner P. Hellbrück
Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 78)

Zusammenfassung

Diese Kritik trifft viel weniger die Evolutionstheorie als solche. In vielen Beiträgen, die der Evolutionstheorie im weitesten Sinne zugerechnet werden können, werden Preise als Determinante von Marktprozessen hervorgehoben (siehe z.B. Nelson und Winter (1982), Gerybadze (1982), Laslier (1990)). In viel größerem Maße ist diese Kritik auf die betriebswirtschaftlich ausgerichteten Beiträge zur Diffusionsforschung zu richten. Zu großen Teilen kommen Preise in den Differentialgleichungen oder zur Begründung von Differentialgleichungen zur Beschreibung der Ausbreitung neuer Produkte nicht vor. Die Beschreibung des Diffusionsprozesses erfolgte häufig als automatisch verlaufender Prozeß (Gierk (1987, S. 36)).

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Literatur

  1. 1.
    Siehe auch die Ausführungen in Witt (1982).Google Scholar
  2. 2.
    Man spricht in diesem Fall in der Suchmarktliteratur von einem Erfahrungsgut.Google Scholar
  3. 3.
    Streng genommen dient die Satisficing-Hypothese zur Beschreibung individuellen Verhaltens (siehe Witt (1987, S. 139–147)). Deshalb ist es nicht unproblematisch die Satisficing-Hypothese zur Beschreibung des Verhaltens ganzer Unternehmen oder ganzer Gruppen von Unternehmen zu verwenden.Google Scholar
  4. 4.
    Zudem muß gefordert werden, daß der Definitionsbereich der individuellen Übergangswahrscheinlichkeiten nicht verlassen wird. Ansonsten sollte besser von Ü-bergangsraten gesprochen werden.Google Scholar
  5. 5.
    Man kann auch sagen, es ist die Wahrscheinlichkeit mit der sich na sich um Eins erhöht und n c sich um Eins verringert.Google Scholar
  6. 6.
    Die Ergebnisse von Simulationsstudien werden gemeinhin als nicht so verläßlich angesehen, wie die analytischer Studien. Der Grund liegt in der fehlenden Beschreibung der Eigenschaften des gesamten Lösungsraumes von Simulationen. Zudem sind Simulationsstudien dem Leser im allgemeinen schwer vermittelbar. Aus diesen Gründen lehnt vermutlich Völker (1990) den evolutorischen Ansatz ab, da er in Simulatinosstudien das Instrumentarium der evolutorischen Ökonomik vermutet. An sich ist diese Schlußfolgerung bedauerlich. Denn Volker (1990) sieht die Unzulänglichkeiten des neoklassischen Ansatzes zum Studium der Auswirkung von Neuerungsverhalten ohne jedoch die notwendigen Konsequenzen hieraus zu ziehen.Google Scholar
  7. 7.
    Entsprechende Zussammenhänge gelten analog für den Input A. Google Scholar
  8. 8.
    Es erfolgt hier eine Beschränkung auf diese drei Varianten, weitere Modifikationen sind möglich.Google Scholar
  9. 9.
    Bei den im folgenden abgebildeten Diffusionsverläufen handelt es sich um Computersimulationen. Im Vergleich zu reinen Computersimulationen werden hier jedoch die Stabilitätseigenschaften der singulären Punkte untersucht.Google Scholar
  10. 10.
    „Groß“ bedeutet hier, groß im Verhältnis zu der Zahl Eins. Denn der Reaktionsparameter der Gleichung 6.8 ist gleich Eins.Google Scholar
  11. 11.
    Die Simulationsverläufe wurden mit Hilfe eines eigenen kleinen GWBASIC-Programms durchgeführt.Google Scholar
  12. 13.
    Bei einer symmetrischen Diffusionskurve verläuft die Diffusionskurve nach dem Infiektionspunkt spiegelbildlich zu dem Verlauf vor dem Inflektionspunkt. Als In-flektionspunkt bezeichnet man den Punkt, bei demGoogle Scholar
  13. 15.
    Eine Studie, die die Ausbreitung von Webstühlen in Japan nachzeichnet, haben Minami und Makino (1990) vorgelegt. Als einen wichtigen Faktor, der die Adoption neuer Güter bestimmt, haben sie — nicht völlig überraschend — die Profitabilität identifiziert.Google Scholar

Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Reiner P. Hellbrück
    • 1
  1. 1.Freiburg/Br.Deutschland

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