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Politikvorschläge und Zusammenfassung

  • Beat Gygi
Chapter
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Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 46)

Zusammenfassung

In diesem abschliessenden Kapitel werden Politikvorschläge für Reformen von IGO unterbreitet. Zuerst werden die Probleme der FAO erörtert, um Verbesserungen vorzuschlagen (Abschnitt 10.1). Anschliessend werden die Probleme, die sich bei der Evaluation von IGO allgemein stellen, zusammengefasst (Abschnitt 10.2.). Bei der Einschätzung einer IGO genügt es nicht, zu untersuchen, wieweit die diese den Wünschen der Regierungen entgegenkommt. Eine IGO ist nicht zwangsläufig ineffizient, wenn sie sich dem Willen der Regierungen widersetzt, vielmehr bedeutet dies in bestimmten Fällen gerade Effizienz: in Situationen, in denen die Regierungen daran gehindert werden, auf Kosten der Bürger ein Kartell zu bilden, erfüllen IGO ihre Rolle als bindende Institution. Stabilität und Flexibilität müssen deshalb gegeneinander abgewogen werden (Abschnitt 10.3.). Aus der Analyse dieses Konflikts werden anschliessend Politikvorschläge abgeleitet, die sich auf die Berücksichtigung der Bürgerpräferenzen in den IGO stützen (Abschnitt 10.4.).

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Literatur

  1. 1.
    Die Transaktionskosten, die mit einer Organisation verbunden sind, entstehen nach Williamson (1985) aus vier Quellen: (1) aus der Unsicherheit auf Märkten, (2) aus der kleinen Anzahl der Handelspartner, welche eine Diversifikation des Risikos verhindern, (3) aus begrenzter Rationalität der Akteure und damit unvollkommener Voraussicht, (4) aus Opportunismus der Akteure, die jede Situation allein zu ihren Gunsten ausnützen.Google Scholar
  2. 2.
    Nach Buchanan (1964) können nur paretosuperiore Vorschläge die Zustimmung der Beteiligten finden, weshalb sich Oekonomen auf den Entwurf solcher Vorschläge konzentrieren sollten.Google Scholar
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    Die interne Ueberwachung (‘internal audit’) ist stellt keine Ueberwachung sondern nur ein Kontrollinstrument des Generaldirektors dar und ist für die Regierungen werllos.Google Scholar
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    Diese Bedingungen sind in Anlehnung an Kleinewefers (1983): (1) Es gibt mehrere selbständige Entscheidungseinheiten: dies sind hier die anbietenden Entwicklungshilfsorganisationen. (2) Es existiert eine übergreifende Restriktion, d. h. die Wahl des einen Projektes erfolgt auf Kosten eines anderen Projektes. ( 3 ) Die Entscheidungseinheiten entscheiden unabhängig voneinander. Diese Bedingung wird gegenüber dem heutigen Zustand ohne Mitsprache der Bevölkerung am meisten gestärkt. Den Hilfsorganisationen werden nun aufgrund der abgegebenen Gutscheine oder Stimmen Ressourcen für die Entwicklungshilfe zugeteilt, nicht mehr nach technisch-administrativen Gesichtspunkten. Dieses Vorgehen ist vor allem für die UNO-weite Koordinierung der Entwicklungshilfe durch die UNDP vorzuschlagen.Google Scholar
  6. 6.
    Die Mitwirkung der betroffenen Bevölkerungsgruppen wird auch bei Donaldson (1987) und Paul (1987) behandelt. Kjellstrom und D’Almeida (1986) beschreiben das Problem der Koordination von Entwicklungshilfe aus der Sicht der Empfänger.Google Scholar
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    Einen ähnlichen Vorschlag zur effizienten Lenkung der Spenden legt auch Reutlinger (1988) vor.Google Scholar
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    Paragraph 9), entnommen aus dem Bericht der schweizerischen Delegation 1986; der Schweizer Delegierte machte in seinem Votum denn auch auf diese perverse Aussage aufmerksam.Google Scholar
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Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Beat Gygi
    • 1
  1. 1.„Neuen Zürcher Zeitung“ZürichSchweiz

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