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Zusammenfassung

In einer japanischen Untersuchung zum sozioökonomischen Hintergrund der Entwicklung der Telekommunikationssysteme in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan wurde provozierend — aber ernst gemeint — festgestellt, daß die europäischen Völker konservativ seien und eine neue Technologie erst nach einer langen Zeit des Ausprobierens akzeptierten. Umgekehrt wären die Amerikaner voll von Pioniergeist und lebhaft an jeglicher technischer Neuentwicklung interessiert. Über den eigenen Nationalcharakter sagte die japanische Untersuchung aus, daß die Japaner die Andersartigkeit nicht liebten und die Vereinheitlichung von allem und jedem auch technologisch suchten. Dies läge daran, daß die Japaner — anders als Amerikaner und Europäer — eine einheitliche Rasse darstellen würden (in Japan Techno-Economics Society 1985, 6f). Diese Aussagen mögen einfältig klingen, es darf aber nicht vergessen werden, daß nach Ansicht vieler Autoren die jahrhundertealte Inselmentalität (“Splendid Isolation”) bis heute in vielen Punkten nicht überwunden ist, auch wenn die weltwirtschaftliche Verflechtung Japans eine ganz andere Sprache spricht. Von daher mag ein wahrer Kern im Vorwurf des konformistischen Hangs stecken.

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© Wissenschaftliches Institut für Kommunikationsdienste GmbH 1990

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