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Lymphoepitheliale Organe

  • Götz Döhnert
Conference paper
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Part of the Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften book series (HD AKAD, volume 1977 / 3)

Zusammenfassung

Die Diskussion um die Existenz und Bedeutung der Gewebe mit einer intimen Assoziation von Epithel und lymphatischen Anteilen wurde durch die Auseinandersetzung zwischen Retterer und Stöhr sen. über die Histogenese des lymphatischen Bestandteiles der Gaumenmandeln entfacht (1884–1906). Es ging damals um die ektodermale (Retterer) oder mesenchymale (Stöhr) Herkunft dieses Anteils der Mandeln. Ohne Zweifel hat sich die Auffassung von Stöhr sen. durchgesetzt; sie besitzt Gültigkeit für das gesamte lymphatische Gewebe. Jolly hat als Ergebnis seiner Untersuchungen an der Bursa Fabricii von Vögeln und am Thymus den Begriff „lymphoepitheliales Gewebe“ geprägt (1911 und 1913), nachdem Maximow (1909) über die intime Beziehung zwischen Lymphozyten und Epithel im Thymus berichtet hatte. Bereits Jolly hat auf Epithelveränderungen (Auflockerung sowie lymphozytäre Penetration und Okkupation) bei bestehender Unterlagerung der Deckzellschichten durch lymphoide Zellansammlungen hingewiesen. Mollier (1913) dehnt den Begriff „lymphoepitheliales Gewebe“ auf das Rachengewebe mit lymphatischer Komponente aus und fordert für die Annahme eines lymphoepithelialen Organes folgende Bedingungen :
  1. 1.

    ein lymphzellen-durchsetztes Epithel und

     
  2. 2.

    ein lymphzellen-bildendes Retikulum außerhalb des Epithels.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • Götz Döhnert
    • 1
  1. 1.Pathologisches InstitutUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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