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Überlieferung und Editionen der Briefe Melanchthons

  • Heinz Scheible
Conference paper
Part of the Heidelberger Jahrbücher book series (HJB, volume 12)

Zusammenfassung

Ein Menschenleben, das wir gerne als Einheit betrachten und in die Formel einer knappen Charakteristik einzufangen versucht sind, ist die Abfolge von zufälligen Einzelsituationen, die ihren Zusammenhang dadurch erhalten, daß derselbe Mensch in seiner Individualität darauf reagiert, sie verändert oder auch hervorruft, wobei seine Individualität ihrerseits durch die äußeren Umstände geprägt und zuweilen verändert wird. Der unmittelbare schriftliche Niederschlag solcher das menschliche Leben konstituierender Situationen ist der Brief. Wir meinen nicht die verschiedenen literarischen Erzeugnisse, die in der Form und unter dem Namen des Briefes sich an ein breiteres Publikum wenden und meist allgemeingültige Wahrheiten darlegen, wie z. B. die Sendbriefe eines Seneca, die eigentlich Traktate sind, oder die poetischen Briefe eines Horaz und Ovid. In seiner ursprünglichen Form gehört der Brief nicht zur Literatur, sondern ist der notgedrungene Ersatz für eine Mitteilung, die nicht mündlich erfolgen kann. Solche echten Briefe sind als — womöglich Diskretion verlangende — Augenblicksprodukte stärker als die Literaturdenkmäler der Vernichtung ausgesetzt. Im Zeitalter des Telefons und der modernen Verkehrsmittel ist die ganze Gattung im Rückgang begriffen. Damit versiegt eine der begehrtesten Quellen des Biographen, denn die Briefe dokumentieren nicht nur den faktischen Ablauf des äußeren Lebensweges, sondern vermitteln einen Einblick in die Subjektivität des Verfassers.

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Anmerkungen

  1. 1)Vgl. den Überblick bei Georg Voigt, Die Wiederbelebung des classischen Alterthums, Band 2, 3. Aufl., Berlin 1893, S. 417–436. Im folgenden sind die biographischen Daten, die in den gängigen Nachschlagewerken, insbesondere Allgemeine und Neue Deutsche Biographie, Realencyklopädie für protestantische Theologie und Kirche, Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Lexikon für Theologie und Kirche, leicht aufzufinden sind, nicht ausdrücklich belegt. Die einzigen gebrauchten Abkürzungen “CR” und “Hammer” sind in Anm. 4 und 13 aufgeschlüsselt.Google Scholar
  2. 2).
    Nikolaus Ellenbog, Briefwechsel, hrsg. von Andreas Bigelmair und Friedrich Zoepfl, Münster 1938, S. XCVII und S. 453 Nr. 31.Google Scholar
  3. 3).
    Die Amerbachkorrespondenz, hrsg. von Alfred Hartmann, Band 1, Basel 1942, S. IX. Über die in Vorbereitung befindliche Bullinger-Ausgabe vgl. Joachim Staedtke, Das literarische Werk Heinrich Bullingers und die Vorbereitung zu seiner Erschließung. In: Theologische Literaturzeitung 90, 1965, Sp. 249–254; Fritz Büsser, Die Arbeit am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte, ebd. 92, 1967, Sp. 325–328.Google Scholar
  4. 4).
    Vgl. die Urteile Melanchthons und einiger Zeitgenossen bei Karl Hartfelder, Philipp Melanchthon als Praeceptor Germaniae, Berlin 1889, S. 313–318. Melanchthon war selbstbewußt genug, seine vom humanistischen Brauch abweichenden Briefgewohnheiten positiv zu bewerten: Et morem meum et Studium animi erga te mei nosti. Quare nihil opus est longiore oratione, qua silentium excusem. Nec enim fere nisi necessaria de caussa ad amicos scribo... beginnt er einen Brief vom 9. 3. [1523]: Corpus Reformatorum (hinfort: CR) 5,50; zum Datum: Supplementa Melanchthoniana VI, 1, S. 213 Nr. 288.Google Scholar
  5. 5).
    Friedrich Hermann Schubert, Ludwig Camerarius, München 1955, bes. S. 414–428; Karl Halm, Über die handschriftliche Sammlung der Camerarii und ihre Schicksale. IN: Sitzungsberichte der k. bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München, phil.-hist. Klasse, 3, 1873, S. 241–272; Karl Halm und Wilhelm Meyer, Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis IV, 1, München 1874, S. 189–386; Anton Ernstberger, Lukas Friedrich Behaim und die Collectio Camerariana, München 1959 (Sitzungsberichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, Jg. 1959, Heft 2).Google Scholar
  6. 6).
    Heutige Signatur: clm 10 356 = Cam6; CR 1, CIX f. unter der Bezeichnung Cod. Monac. no. I.Google Scholar
  7. 7).
    Konrad Franke, Zacharias Conrad von Uffenbach als Handschriftensammler. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens 7, 1967, Sp. 1–208, bes. 91 f.Google Scholar
  8. 8).
    Die Sammlung des Myconius wurde durch seine Veranlassung und auch nach seinem Tod vermehrt und ist in den Folioband A 1048 der Landesbibliothek Gotha eingegangen. Dieser Codex wurde erst um 1830, nämlich nach dem Regierungsantritt des Herzogs Ernst von Sachsen-Coburg 1826 und vor Erscheinen des ersten CR-Bandes 1834, mit drei anderen Handschriften von einem Magister Mehner erworben, vgl. CRI, XCVII und Heinrichulbrich, Friedrich Myconius, Tübingen 1962, S. 26. Die Bavarus-Bände B 15 und 16 gehören zum alten Bestand der von Herzog Ernst dem Frommen von Sachsen-Gotha (1640–1675) begründeten Bibliothek, vgl. CR 1, XC f. und Weimarer Lutherausgabe, Tischreden 1, XXXIX f.Google Scholar
  9. 9).
    CR 4, VII-X; Paul Flemming, Beiträge zum Briefwechsel Melanchthons aus der Brief-sammlung Jacob Monaus in der Ste. Genevièvebibliothek zu Paris, Schulprogramm Naumburg 1904.Google Scholar
  10. 10).
    Ein unvollständiges Verzeichnis der wichtigsten Handschriften - allerdings teilweise mit veralteten Signaturen - findet man CR 1, LXXXIX-CXVII.Google Scholar
  11. 11).
    Matthias Simon, Johann Manlius, der erste Herausgeber von Melanchthonbriefen. In: Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte 24, 1955, S. 141–149; ders.: Ansbachisches Pfar-rerbuch, Nürnberg 1957, S. 309 Nr. 1870. M. Simon identifiziert Manlius mit jenem Magister Johannes, der zwei Jahre als Gehilfe bei Melanchthon lebte und dem später vorgeworfen wurde, er habe Briefe entwendet und sie an Melanchthons Feinde verkauft und überhaupt Geheimnisse verraten. Die Wittenberger Professoren Paul Eber und Kaspar Peucer stellten ihm auf Anfrage der Grafen Johann [VI.] und Adolf von Nassau [-Dillenburg] - der Brüder Wilhelms von Oranien.Google Scholar
  12. 12).
    Die Matrikel der Universität Basel, hrsg. von Hans Georg Wackernagel, Bd. 2, Basel 1956, S. 135 Nr. 62 mit S. 624. Manlius ist am Ende des Rektoratsjahrs 1.5.1561/ 30. 4. 1562 eingeschrieben. Damit stimmt überein die Angabe des am 27. 1. 1563 von der Universität Basel für Manlius ausgestellten Zeugnisses, er habe etwa neun Monate sich dort aufgehalten (CR 1, X XX ).Google Scholar
  13. 13).
    Eine genaue Beschreibung findet man jetzt bei Wilhelm Hammer, Die Melanchthonfor- schung im Wandel der Jahrhunderte, Bd. 1, Gütersloh 1967, Nr. 300 und 327. Wir werden auch bei den folgenden Drucken auf genaue Titelangaben verzichten und dafür auf Hammers Werk, dessen zweiter Band 1968 erscheint, verweisen können.Google Scholar
  14. 14).
    Hammer Nr. 300, 327, 342, 349, 350, 351, 362, 386, 401, 428, 441, 590, 639, 704.Google Scholar
  15. 15).
    Hammer Nr. 352 und 363.-Google Scholar
  16. 16).
    Operum reverendi viri Philippi Melanthonis, Pars tertia, Wittenberg (Joh. Krafft) 1563, Bl. A 3b. Mit ille Rhapsodus ist Manlius gemeint.Google Scholar
  17. 17).
    CRI, XXIX-XXXII. M.SIMON kennt auch eine Ausgabe Frankfurt a. M. 1565 (aaO S. 141 Anm. 2).Google Scholar
  18. 18).
    Die jüngere Martikel der Universität Leipzig 1559–1809, hrsg. von Georg Erler, Band 1, Leipzig 1909, S. 279.Google Scholar
  19. 19).
    Am 19. 9. 1563 schreibt Paul Eber in seinem Bericht an den Markgrafen Georg Friedrich über die ansbachischen Stipendiaten in Wittenberg, daß Manlius mit seinem Buch im Land umzieht und ihm [= sich] dasselb nütz machet mit Versäumnis der Studien, sein Stipendium solle ihm deshalb entzogen werden (Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte 2, 1927, S. 199 f.).Google Scholar
  20. 20).
    Epistolae selectiores aliquot Philippi Melanthonis, Wittenberg (Joh. Krafft), 1565; vgl. CR 1, XXXIII-XXXVI, wo auch die Vorrede im Wesentlichen abgedruckt ist.Google Scholar
  21. 21).
    Die Facetien des Tübinger Humanisten Heinrich Bebel erschienen in drei Büchern [1506?], 1508 und 1512; sie erlebten viele Nachdrucke, zuletzt die kritische Ausgabe von Gustav Bebermeyer 1931 (Bibliothek des Literarischen Vereins 276).Google Scholar
  22. 22).
    Der Brief vom 6. 7. 1530 CR 2, 168–171 ist bei Manlius und in anderen Überlieferungen irrig an den venezianischen Gesandten Niccolö Tiepolo addressiert. Der andere von Manlius veröffentlichte Brief an Campeggio steht CR 2, 172–174. Zur Beurteilung vgl. Karl Aner, Melanchthons Haltung auf dem Augsburger Reichstag von 1530. In: Theologische Blätter 10, 1931, Sp. 65–74. Über das Schreiben vom 28. 4. 1548 CR 6, 879–885 vgl. Heinz Scheible, Melanchthons Brief an Carlowitz. In: Archiv für Reformationsgeschichte 57, 1966, S. 102–130.Google Scholar
  23. 23).
    So schon Georg Theodor Strobel in: Bernhard Friedrich Hummel, Neue Bibliothek von seltenen Büchern 2, Altdorf 1777, S. 306 (Hammer Nr. 1371 ).Google Scholar
  24. 24).
    Über ihn zuletzt Gedeon Borsa, Die Buchdrucker des XV. und XVI. Jahrhunderts in Ungarn. In: Bibliothek und Wissenschaft 2, 1965, S. 9 und 19–21; über seine Laibacher Tätigkeit vor allem Friedrich Ahn, Johann Mannel, Laibachs erster Buchdrucker (1575–1580). In: Archiv für Geschichte des Deutschen Buchhandels 19, 1897, S. 45–53. Balduin Saria, Erzherzog Karl II. und die slowenische Reformation. In: Innerösterreich 1564–1619, Graz 1967, S. 142 f., vermutet, daß Hans Mannel aus Württemberg stammt. Zwischen den Protestanten von Krain und Württemberg bestanden infolge des Exils des slowenischen Reformators Primus Trüber rege Beziehungen, vgl. B. Saria aaO S. 119–151 und die von ihm übersetzte Truber-Biographie von Mirko Rüpel (München 1965 ).Google Scholar
  25. 25).
    Hammer Nr. 365 f.Google Scholar
  26. 26).
    CR 1, XXXVIII-XLVIII; HAMMER Nr. 393.Google Scholar
  27. 27).
    Hammer Nr. 883, 1154, 1216, 1512; am besten, jedoch immer noch unvollständig und nicht durchweg richtig: CR 10, 317–324; vgl. auch CR 1, CXXXVII ff.Google Scholar
  28. 28).
    CR 1, CXXXVII f.Google Scholar
  29. 29).
    CR 1, XLIII f.Google Scholar
  30. 30).
    Daß die Originale in der Chigi-Bibliothek vorhanden sind, ist seit 1842 in CR 10, VII f. zu lesen. Damals wurde von den Eigentümern die Benutzung verweigert. Der Münchner Bibliotheksdirektor Karl Halm und sein Mitarbeiter Wilhelm Meyer stießen im Winter 1874/75 erneut auf die beiden Codices und machten auch den Münchner Historiker August von Druffel darauf aufmerksam; vgl. die Beiträge von Druffel und Meyer in den Sitzungsberichten der k. bayerischen Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, 1876, S. 491 bis 527 und 596–606 (Hammer Nr. 2197 und 2200).Google Scholar
  31. 31).
    Flüchtige Kostproben gaben Druffel und Meyer aaO Sämtliche Lesearten der Briefe bis zum Jahr 1528 sind nach Nikolaus Müllers Kollationen in Supplementa Melanchthoniana VI, 1 (1926) veröffentlicht.Google Scholar
  32. 32).
    Vgl. z.B. den Brief an Justus Jonas vom 21. 12. 1540 (CR 3, 1242), wo die für Granvella gebrauchte Bezeichnung Lucius Gellius erklärt wird.Google Scholar
  33. 33).
    Rom, Vaticana, Cod. Chigi I VIII 293 Bl. 244; vgl. CR 5, 462; Druffel aaO S. 501 Nr. 3009.Google Scholar
  34. 34).
    CR 5, 462 Anm. 1. CW bedeutet Clavis Wolfii (Hammer Nr. 1154).Google Scholar
  35. 35).
    Rom, aaO Bl. 265v; CR 4, 759 Nr. 2436=4, 787 Nr. 2456 [kurz vor 25.3. 1542 ]. Druffel aaO S. 507 liest statt vivo patre vini putri [?] und ist auch sonst ganz ungenau; der von Druffel mitgeteilte Satz lautet richtig: Erat aula nostra vivo patre aliquanto similior tfj a.QioroKQatiqy nunc est 6XiyaQ%iK7]\ ridentur et exploduntur scholasticae opiniones 136) CR 6, 287.Google Scholar
  36. 37).
    Cod. Chigi I VIII 294 Bl. 239. Die in der Handschrift stehende Zwischenform attraxit lA.QxeoiXag war Camerarius dann doch noch zu verständlich.Google Scholar
  37. 38).
    Zu den Beratungen über die Neubesetzung des Naumburger Bischofsstuhls vgl. Peter Brunner, Nikolaus von Amsdorf als Bischof von Naumburg, Gütersloh 1961, S. 19–51, und Weimarer Lutherausgabe, Briefe 12, 314–347. Die Wittenberger Theologen konnten ihre von den Plänen des Kurfürsten abweichende Ansicht nicht durchsetzen (Brunner S. 41 f.). Besonders Melanchthon hatte sich für den gemäßigten Lutheraner Georg von Anhalt als Kandidaten eingesetzt (Brunner S. 44 ff.).Google Scholar
  38. 39).
    CR 1, XLIII-XLVI.Google Scholar
  39. 40).
    Cod. Chigi I VIII 293 Bl. 217 f. Der paläographisch schwierige Brief wurde zuerst von W. MEYER in der oben Anm. 30 zitierten Akademieabhandlung S. 601–604 veröffentlicht. Erheblich bessere Lesungen lieferte Peter Anton Kirsch in: Der Katholik 80, 1900, S. 385 bis 397 mit 2 Falttafeln (Hammer Nr. 2869 b), der auch ein Faksimile der Handschrift und eine deutsche Übersetzung bietet und die Abweichungen des Camerarius-Textes verzeichnet. Lük- kenlos und nahezu fehlerfrei ist allein der Text, den Nikolaus Müller in der Zeitschrift für Kirchengeschichte 21, 1900, S. 595–598 (Hammer Nr. 2898) publizierte. Zu berichtigen ist nur S. 597 Zeile 1 f. TalcunwQovphwv (Druckfehler) und Zeile 19 äsl statt av (der Satz ist also indikativisch). Neben diesem diplomatischen Abdruck behält die normalisierte Edition Kirschs ihren Eigenwert, bis demnächst die Neuausgabe in dem von Hans Volz bearbeiteten ersten Briefband der Melanchthon-Studienausgabe vorliegen wird.Google Scholar
  40. 41).
    CR 1, 753 (21. Juli).Google Scholar
  41. 42).
    Lutherophilus [= Wilhelm Walther], Das sechste Gebot und Luthers Leben, Halle 1893, S. 95–99, wiederholt bei Karl Sell, Philipp Melanchthon und die deutsche Reformation bis 1531, Halle 1897, S. 121–123, versteht das Adjektiv evxqv ebenso; Kirsch übersetzt flatterhaft.Google Scholar
  42. 43).
    Lutherophilus versteht eJtißovXevoj,ievai passivisch (denen… nachgestellt wurde); es kann aber dem Sinne nach nur medial gemeint sein (so auch Kirsch).Google Scholar
  43. 44).
    Ähnlich Lutherophilus. Kirsch zieht das konzessive xäv zum entfernten Hauptverb und versteht den ganzen Satz irreal: „Vielleicht hätte der häufige Umgang mit ihnen auch einen wackeren und hochsinnigen Mann verweichlicht..Dies trifft sicher nicht Melanchthons Meinung und zerstört auch die Logik des Gedankengangs.Google Scholar
  44. 45).
    Kirsch ergänzt unberechtigterweise, wohl durch Camerarius beeinflußt, einen Subjekts-akkusativ: daß von Natur aus bei ihm ein Zwang zum Heiraten vorhanden war.Google Scholar
  45. 46).
    CR 1, XXXVI-XXXVIII.Google Scholar
  46. 47).
    Dies und das folgende nach Pezels Vorrede zum Libellus tertius: CR 1, L f. (Pezel war der Schwiegervater von Wolfgang Crell.) Uber Vorgeschichte und Verlauf der Wirren, in denen theologische und politische Motive mit einem Schuß Hofintrigen verquickt sind, vgl.Google Scholar
  47. 48).
    Moltmann aaO S. 16–29; Hanns Engelhardt, Der Irrlehrestreit zwischen Albert Hardenberg und dem Bremer Rat (1547–1561). In: Hospitium Ecclesiae 4, 1964, S. 29–52; Wilhelm H. Neuser, Hardenberg und Melanchthon. Der Hardenbergische Streit (1554 bis 1560). In: Jahrbuch der Gesellschaft für Niedersächsische Kirchengeschichte 66, 1968, S. 142 bis 186.Google Scholar
  48. 49).
    Nach den neueren Forschungen stand Hardenberg dem Zwinglianismus viel näher, als Melanchthon wußte. Für die damalige Konfessionspolitik war jedoch die Tatsache, daß beide Männer freundschaftlich verbunden waren, wichtiger als die feinen Unterschiede ihrer theolo-gischen Ansichten.Google Scholar
  49. 50).
    CR 1, XLVIII f.; Hammer Nr. 579.Google Scholar
  50. 51).
    CR 1, XLVIII-LIV; Hammer Nr. 591. Das Folgende nach der im CR abgedruckten Vorrede Pezels. Uber A. Buchholzer vgl. Allgemeine Deutsche Biographie, weitere Literatur im Jahrbuch für Brandenburgische Kirchengeschichte 9/10, 1913, S. 51 f. und im Archiv für schlesische Kirchengeschichte 21, 1963, S. 310 Anm. 4. Über M. Mylius vgl. Flemming (oben Anm$19) S. 5 und Hammer Nr. 514.Google Scholar
  51. 52).
    Hammer Nr. 489, 515, 519, 522, 554, 560 f., 576–578, 580, 584, 612, 640, 658, 676, 685, 736, vgl. auch Nr. 512, 548, 615 f.Google Scholar
  52. 53).
    Hammer Nr. 585, 613 f., 626, 652, 711.Google Scholar
  53. 54).
    CR 1, LV-LYIII; Hammer Nr. 705 f., 722. Vgl. auch Nr. 3561 a.Google Scholar
  54. 55).
    CR 1, LIVf.; Hammer Nr. 631 und 641;Ulbrich (siehe oben Anm. 8) S. 32–34.Google Scholar
  55. 56).
    CR 1, LVIII f. und LIX f.; Hammer Nr. 717 a und 779.Google Scholar
  56. 57).
    Otmar Brombierstäudl, Der Hauptprediger Johannes Saubert der Ältere als Bibliothekar in Nürnberg. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 44, 1953, S. 371–423 mit Abbildung 11–13; Matthias Simon, Nürnbergisches Pfarrerbuch, Nürnberg 1965, S. 192 Nr. 1170.Google Scholar
  57. 58).
    CR 1, LX f.; Hammer Nr. 825.Google Scholar
  58. 59).
    CR 1, LXII f.; Hammer Nr. 829.Google Scholar
  59. 60).
    CR 1, LXIII-LXVI; Hammer Nr. 830; Flemming (siehe oben Anm. 9) S. 7 f.Google Scholar
  60. 61).
    CR 1, LXVI-LXXI; Hammer Nr. 832; Anton Ernstberger (Hrsg.): Ludwig Came- rarius und Lukas Friedrich Behaim. Ein politischer Briefwechsel über den Verfall des Reiches 1636–1648, München 1961, S. 209, 221, vgl. auch S. 210, 211, 223, 224.Google Scholar
  61. 62).
    Heute Staatsbibliothek München, in clm 10 356, vgl. CR. 1, LXI.Google Scholar
  62. 63).
    Matthias Simon, Nürnbergisches Pfarrerbuch, Nürnberg 1965, S. 229 f., Nr. 1404; Hammer S. 806–879 passim.Google Scholar
  63. 64).
    Zum Folgenden vgl. K. G. Bretschneider, AUS meinem Leben, hrsg. von Horst Bret- Schneider, Gotha 1851, und CR 1, XVII ff.Google Scholar
  64. 65).
    James Moffat, Ninety Years After. A Survey of Bretschneider’s “Probabilia” in the Light of Subsequent Johannine Criticism. In: The American Journal of Theology 17, 1913, S. 368–376; Werner Georg Kümmel, Das Neue Testament. Geschichte der Erforschung seiner Probleme, Freiburg-München 1958, S. 101 f. Über die hermeneutischen Grundsätze, die dieser Entdeckung zugrundelagen, vgl. Joachim Wach, Das Verstehen, Band 2, Tübingen 1929, S. 113–120.Google Scholar
  65. 66).
    Emanuel Hirsch, Geschichte der neuern evangelischen Theologie, Band 5, Gütersloh 1949 (2. unveränderte Aufl. 1960 ), S. 65.Google Scholar
  66. 67).
    CR 1, CXXVII-CXXXII. Über die spärlichen Vorarbeiten ebd. LXXXIV bis LXXXIX.Google Scholar
  67. 68).
    CR 1, CXX-CXXVII.Google Scholar
  68. 69).
    CR 4, VII-X.Google Scholar
  69. 70).
    FLEMMING (siehe oben Anm. 9) S. 36 Nr. 19 Anm. 2.Google Scholar
  70. 71).
    Vgl. die Zusammenstellungen von OTTO VOGT und Paul Flemming in: Theologische Studien und Kritiken 83, 1910, S. 195–243, 375–417, und 85, 1912, S. 541–639 (Hammer Nr. 3089 und 3118).Google Scholar
  71. 72).
    New York-London (Johnson Reprint) und Frankfurt/M. (Minerva) 1963.Google Scholar
  72. 73).
    Siehe oben Anm. 64, S. 122.Google Scholar
  73. 74).
    Karl Bader, Lexikon deutscher Bibliothekare, Leipzig 1925, S. 18. Irrig ist hier das Attribut Bibelübersetzer. Bindseil besorgte die erste kritische Ausgabe von Luthers Bibel-übersetzung (zusammen mit H. E. Niemeyer, 7 Bände, 1845–1855). Über Wert und Mängel dieser Edition vgl. Weimarer Lutherausgabe, Deutsche Bibel 6, XII-XIV, XVIII f.Google Scholar
  74. 75).
    Fotomechanischer Nachdruck bei Johnson und Minerva 1964.Google Scholar
  75. 76).
    Leonhard Von Muralt, «Huldreich Zwingiis Sämtliche Werke». Ein Zwischenbericht. In: Zwingliana XII, 1, 1964, S. 1–9.Google Scholar
  76. 77).
    Hammer Nr. 2057.Google Scholar
  77. 78).
    Hammer Nr. 2174. Dem fotomechanischen Nachdruck Hildesheim (Olms) 1968 sind dankenswerterweise die Nachweise von Vogt und Fleming (siehe oben Anm. 71) beigegeben.Google Scholar
  78. 79).
    Dies und alles Folgende über die Supplementa nach den Akten der Supplementa-Kom- mission, soweit sie ins Melanchthonhaus Bretten gelangt sind. Sie wurden mir von Herrn D. Dr. Otto Beuttenmüller freundlicherweise zur Verfügung gestellt.Google Scholar
  79. 80).
    Das betont auch Otto Clemen in der Anzeige der beiden zuerst erschienenen Bände: Theologische Studien und Kritiken 85, 1912, S. 654 f.Google Scholar
  80. 81).
    Hammer Nr. 3061.Google Scholar
  81. 82).
    Hammer Nr. 3090. Zwicker, geb. 1881, wurde 1925 Gymnasialdirektor in Plauen/ Vogtland, vgl. Die Religion in Geschichte und Gegenwart, 2. Aufl., Registerband (1932) Sp. 102.Google Scholar
  82. 83).
    Über ihn Gustav Kawerau in: Jahrbuch für Brandenburgische Kirchengeschichte 9/10, 1913, S. V-XI (der TodesmonatNovember ist ein Druckfehler); Erich Becker in: Römische Quartalschrift 26, 1912, S. 211 f.; Otto Albrecht, in: Lutherstudien, Weimar 1917, S. 43 Anm. 2; Otto Beuttenmüller in: Philipp Melanchthon 1497–1560. Gedenkschrift, hrsg. von Georg Urban, Bretten 1960, S. 184–190.Google Scholar
  83. 84).
    Uber diesen Skandal, der mit der Entlassung Pietschs und einer internen Ehrenrettung Müllers endete, äußern sich die Weimarana-Kommission (Kawerau, Burdach, Harnack) in: Theologische Literaturzeitung 30, 1905, Sp. 684, und Deutsche Literaturzeitung 26, 1905, Sp. 2980, sowie Joh. Ficker, Luthers Vorlesung über den Römerbrief 1515/1516. Die Glosse, Leipzig 1908, S. XI f., nur andeutungsweise. Offen berichten darüber Gustav Kawerau in seiner Rezension der Fickerschen Ausgabe.Google Scholar
  84. 85).
  85. 86).
    Hammer Nr. 2395, 2414, 2430, 2496 (2635 f.), 2851, 2898, 2950, 2963, 3007, 3025, 3094, 3112, vor allem aber 3043, 3043 a, 3056, 3083.Google Scholar
  86. 87).
    Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog 17, 1915 (für 1912 ), S. 64–69.Google Scholar
  87. Hammer Nr. 2395, 2414, 2430, 2496 (2635 f.), 2851, 2898, 2950, 2963, 3007, 3007, 3025, 3094, 3112, vor allen aber 3043, 3043 a, 3056, 3083.Google Scholar
  88. 89).
    Otto Albrecht in: Luthers Briefwechsel, Ausgabe Enders-Kawerau, Band 18, 1923, S. III f.Google Scholar
  89. 90).
    Kästen befinden sich gegenwärtig als Leihgabe des Melanchthonhauses Bretten in der Melanchthon-Forschungsstelle Heidelberg; die Notizen J. K. F. Knaakes (1835–1905) führen nur vereinzelt über die Angaben des CR hinaus. Eines der acht Pakete dürfte das durchschossene Exemplar der Camerariusbriefe (1569) mit Müllers Berichtigungen, das gegenwärtig Hans Volz, Göttingen, besitzt, enthalten haben, so daß also nur mit sieben Paketen Abschriften zu rechnen ist. Die genannten CR-Bände hält ebenfalls Hans Volz in Verwahrung.Google Scholar
  90. 91).
    Hammer Nr. 3264.Google Scholar
  91. 92).
    Reinhold Jauernig in: Theologische Literaturzeitung 78, 1953, Sp. 541.Google Scholar
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    Hammer Nr. 3434–3436, 3447, 3450 f., 3464, 3466, 3479 f., 3490, 3492, 3498–3501, 3507–3507 b, 3509, 3521 95) Hammer Nr. 3580 a, 3590 a, 3603 a, 3652, 3982, 4041, 4126.Google Scholar
  94. 95).
    Hammer Nr. 3580 a, 3590 a, 3603 a, 3652, 3982, 4041, 4126.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin-Heidelberg 1968

Authors and Affiliations

  • Heinz Scheible

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