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Das Wesen der Rezeption des Römischen Rechts

  • Wolfgang Kunkel
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Part of the Heidelberger Jahrbücher book series (HJB, volume 1)

Zusammenfassung

Der geschichtliche Vorgang, den wir die Rezeption des römischen Rechts nennen, ist seit langem Gegenstand der Forschung und der wissenschaftlichen Diskussion. Die für den weiteren Verlauf der deutschen Rechtsentwicklung grundlegende Tatsache, daß am Ausgang des Mittelalters die reich entfaltete Welt des angestammten deutschen Rechts versank und ein fremdes Rechtsdenken, ja in weitem Umfange auch fremde Rechtsnormen und Institutionen in Deutschland die Herrschaft antraten, hat Rechtshistoriker und Historiker immer wieder in ihren Bann gezogen, vor allem, seitdem die Romantik die Werte der mittelalterlichen Kultur entdeckt und mit dem Glanze poetischer Verklärung und nationalen Stolzes umgeben hatte. Kaum ein Gebiet der rechtshistorischen Forschung stand darum im 19. Jahrhundert und bis zu einem gewissen Grade selbst bis in die Gegenwart hinein so sehr unter dem Einfluß emotionaler Betrachtung wie eben die Geschichte der Rezeption. Bittere Anklagen gegen die eigene Vergangenheit wurden erhoben, das Bild der „Schuldigen“wurde schwarz in schwarz gemalt, sicher nicht zum Vorteil einer unbefangenen geschichtlichen Erkenntnis.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Kunkel

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