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Laser pp 311-330 | Cite as

Pulsbetrieb

  • Jürgen EichlerEmail author
  • Hans Joachim Eichler
Chapter
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Zusammenfassung

Der erste im Jahre 1960 gebaute Rubinlaser und zahlreiche weitere Laser, z. B. die Excimerlaser, werden gepulst betrieben. Bei anderen Lasern ist gepulster und kontinuierlicher Betrieb möglich, wobei der Pulsbetrieb oft weniger Aufwand erfordert und deshalb zuerst entdeckt worden ist. Außerdem können im Pulsbetrieb momentan wesentlich höhere Lichtleistungen erreicht und damit neuartige optische Effekte beobachtet werden, die zahlreiche interessante wissenschaftliche und technische Anwendungen besitzen.

Die einfachste Art, einen Laser gepulst zu betreiben, ist die gepulste Anregung. Sie bietet sich z. B. bei Festkörperlasern an, die mit dem Licht einer kurzzeitigen Blitzlampenentladung gepumpt werden. Die Laseremission folgt dabei oft nicht dem Anregungspuls, sondern besitzt eine Substruktur. Die Emission ist in Form einzelner Intensitätsspitzen oder Spikes moduliert wie im Abschn. 17.1 diskutiert.

Durch verschiedene Techniken wie Güteschaltung, Pulsauskopplung und Modenkopplung, kann die Dauer der Laseremission gegenüber der Anregungsdauer stark verkürzt werden. Es ist damit möglich, Pulsdauern von wenigen Femtosekunden zu erzeugen und zu Untersuchungen schnell ablaufender Prozesse einzusetzen.

Weitere Impulsverkürzungen, z.B. von TiSa- und Faserlasern, bis zu etwa 1 fs ist durch „chirped pulse amplitication“ möglich. Die kürzesten Pulse von weniger als 0,1 fs = 100 as wurden durch die Erzeugung „Höherer Harmonischer“ in Gasen erreicht, siehe Abschn. 19.7.

Literatur

  1. 1.
    Diels JC, Rudolph W (2006) Ultrashort Laser Pulse Phenomena. Academic PressGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.FB II Mathematik, Physik, ChemieBeuth Hochschule für Technik BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Institut für Optik und Atomare PhysikTU BerlinBerlinDeutschland

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