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Hybride Leistungsbündel – ein neues Produktverständnis

  • Horst Meier
  • Eckart Uhlmann
Chapter

Zusammenfassung

Kunden der Investitionsgüterindustrie erwarten zunehmend maßgeschneiderte Problemlösungen, welche sich einfach in bestehende Wertschöpfungsketten integrieren lassen und austauschbare Prozesselemente ohne starre Bindungen und langfristige Verpflichtungen beinhalten. Die ausschließliche Konzentration auf die Wirtschaftlichkeit, Produktivität und Qualität der Sachleistung ist in diesem Zusammenhang ohne geeignete Dienstleistungsangebote nicht mehr ausreichend (wt Werkstattstechnik online). Durch die zunehmende Integration des Anbieters in die Kundenprozesse werden darüber hinaus wichtige Erkenntnisse über die wahren Kundenbedürfnisse deutlich, die weitere Innovationsschübe auslösen. Dies bedeutet auf keinen Fall, dass die Innovationen im Sachleistungsbereich an Bedeutung verlieren, sondern dass zusätzliche Innovationen im Dienstleistungsbereich unerlässlich werden. Letztendlich müssen Sach- und Dienstleistungen integriert geplant, entwickelt, erbracht und genutzt werden. Nur so lassen sich umfassend die Kundenanforderungen berücksichtigen und ein maximaler Kundennutzen realisieren. Damit wird die Beherrschung der integrierten Planung, Entwicklung, Implementierung, Erbringung und Nutzung von Leistungsbündeln bestehend aus Sach- und Dienstleistungsanteilen zu einer wettbewerbsentscheidenden Schlüsselkompetenz.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2012

Authors and Affiliations

  1. 1.Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS), Fakultät für MaschinenbauRuhr-Universität BochumBochumDeutschland
  2. 2.Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF), Fachgebiet Werkzeugmaschinen und FertigungstechnikTechnische Universität BerlinBerlinDeutschland

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