Advertisement

Theory of Mind pp 293-301 | Cite as

Gewaltdelikte jugendlicher Täter: Erscheinungsformen, Ursachen, psychiatrische Begutachtung

  • Franz Joseph FreislederEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Bezieht man sich auf spektakuläre Berichte in den Medien, so scheinen in Deutschland während der letzten Jahre im Bereich der Jugendkriminalität v. a. Gewaltdelikte in beunruhigender Weise zugenommen zu haben. Auch lokale Statistiken deuten in diese Richtung: Im Raum München etwa wuchs nach Angaben des dortigen Amtsgerichts vom März 2005 die Zahl junger Menschen, die sich strafbar machten, deutlich. 2003 wurden 5350 Jugendliche und Heranwachsende zwischen 14 und 21 Jahren angeklagt, ein Jahr später bereits 5900. Ganz im Vordergrund standen in ihrer Ausführung immer brutaler anmutende Aggressionstaten. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang ebenso, dass offensichtlich auch Mädchen und strafunmündige Kinder zunehmend als Gewalttäter in Erscheinung treten.

Literatur

  1. Bruning N, Konrad K, Herpertz-Dahlmann B (2005) Bedeutung und Ergebnisse der Theory of Mind-Forschung für den Autismus und andere psychiatrische Erkrankungen. Z Kinder- und Jugendpsychiatrie Psychotherapie 33 (2): 77–88CrossRefGoogle Scholar
  2. Freisleder FJ (2000) Jugendliche Aggressionstäter. In: Nedopil N (Hrsg) Forensische Psychiatrie. Thieme, Stuttgart, S 216–218Google Scholar
  3. Freisleder FJ, Trott G-E (1997) Das psychiatrische Gutachten im Jugendstrafverfahren. In: Warnke A, Trott G-E, Remschmidt H (Hrsg) Forensische Kinder- und Jugendpsychiatrie. Huber, Bern, S 210–220Google Scholar
  4. Nedopil M (2000) Pharmakologische Behandlung von Aggressionstätern. In: Nedopil N (Hrsg) Forensische Pychiatrie. Thieme, Stuttgart, S 219–220Google Scholar
  5. Osterheider M (2005) Mitteilung in: Mittler D, Das Böse im Menschen. Süddeutsche Zeitung, 18.10.2005: 38Google Scholar
  6. Pfeiffer C (2005) Mitteilung in: Käppner J, Gewalt als Sprache einer Subkultur. Süddeutsche Zeitung, 18.10.2005: 38Google Scholar
  7. Sodian B (2003) Die Entwicklungspsychologie des Denkens. In: Herpertz-Dahlmann B, Resch F, Schulte-Markwort M, Warnke A (Hrsg) Entwicklungspsychiatrie. Schattauer, Stuttgart, S 85–97Google Scholar
  8. Weber R (2005) Mitteilung in: Themen des Tages – Verbot von Killerspielen. Stirn A, Ballern macht nicht brutal. Süddeutsche Zeitung, 17.11.2005: 2Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2012

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachklinik für PsychiatrieNeurologie und Psychotherapie, des Kindes- und Jugendalters, DeisenhofenerMünchenDeutschland

Personalised recommendations