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Neuroprotektion: Möglichkeiten und Grenzen

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Zusammenfassung

In dieser Übersicht soll der aktuelle Stand zur Neuroprotektion aus einer klinischen Perspektive beleuchtet und zusammengefasst werden. Insbesondere wird hierbei der Frage nachgegangen, worin die Diskrepanz zwischen den beachtlichen Erfolgen im präklinisch tierexperimentellen Bereich einerseits und den bisher mangelnden klinischen Beweisen andererseits begründet ist. Zunächst muss aber der Begriff Neuroprotektion definiert werden, da letztendlich bereits eine Vielzahl von Therapien neuroprotektiv sind, z. B. die Augeninnendrucksenkung bei Glaukom oder die chirurgische Druckentlastung bei tumorbedingter Kompression der Sehbahn. Unter Neuroprotektion versteht man jedoch im engeren und eigentlichen Sinne Maßnahmen, die durch direkte Interaktion mit Zelltod-, d. h. apotoseauslösenden Stoffwechselvorgängen auf molekularer Ebene interagieren. Daraus folgt, dass ein Verständnis der pathophysiologischen Vorgänge auf zellulärer Ebene notwendig ist. Leider ist dies für eine Vielzahl von Erkrankungen, z. B. dem primären Offenwinkelglaukom, bisher kaum vorhanden. In der Neurologie wird hinsichtlich Neuroprotektion zwischen »symptomatic drugs« und »disease modifying drugs« unterschieden. Nur Letztere wären im eigentlichen Sinne neuroprotektiv, während Erstere vielleicht kurzzeitig kognitive Funktionen verbessern, jedoch kein Nervengewebe erhalten können.

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© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2011

Authors and Affiliations

  1. 1.UniversitätsaugenklinikUniversitätsklinikum FreiburgFreiburg

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