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Das wird ja eine Doktorarbeit … — Die Promotion

  • Wolfgang Janni
  • K. Friese
Chapter

Zusammenfassung

Das Schicksal des Doktoranden ist kein leichtes: Gerade eben findet man sich einigermaßen an der Universität zurecht, hat Vorlesungsverzeichnisse, Kursverpflichtungen, Prüfungseigenheiten und universitäre Strukturen durchschaut, den sicheren Weg zu Cafeteria, Mensa und Toilette gefunden, soll man sich schon wieder auf neues Terrain begeben. Die Statistik zeigt: Weiterhin strebt die überwiegende Mehrheit der Medizinstudenten eine Dissertation an, und das aus unterschiedlichen Gründen. In der Tat gibt es eine Reihe von guten Gründen, die Promotion im Fach Medizin anzustreben. Die medizinische Fakultät führt sicher die Liste der Quotienten zwischen Aufwand und Doktortitel zugunsten der Doktoranden deutlich an. In keinem anderen Studienfach wird der Doktortitel für ähnlich wenig Aufwand verliehen wie in der Medizin. Der Doktortitel wird den Mediziner fortan sein ganzes Leben begleiten und ein nicht unbeliebter Teil des Namens werden. Jedem, der hinter die Kulissen der medizinischen Wissenschaft zu blicken vermag, ist zwar klar, dass ein medizinischer Doktortitel überhaupt nichts mit fachlicher Qualifikation zu tun hat. Aber doch assoziieren die meisten Menschen, ob Patienten oder nicht, mit dem Titel eine Portion Seriosität und Integrität. Es ist vermutlich wirklich nicht unklug, diesen Effekt als Marketingtool für seine Praxis oder seine berufliche Tätigkeit auszunätzen. Das Erlernen all jener Fähigkeiten, die für die Dissertation nötig sind, von Labor- oder Untersuchungstechniken bis zum Verfassen medizinischer Manuskripte, hat schließlich nicht nur für all jene eine Bedeutung, die eine akademische Karriere verfolgen. Und last, but not least kann man über die Dissertation einen direkten, persönlichen Zugang zu Mentoren und Entscheidungsträgern knüpfen, die bei der Stellensuche und auch noch während der beruflichen Lautbahn sehr hilfreich sein können. Diesen Vorteilen steht freilich die Zeit entgegen, die man vor und während der Dissertationsarbeit investieren muss, ganz zu schweigen von den grauen Haaren, die als Resultat der fast nie ausbleibenden Sorgen und Frustrationen entstehen. Dieser Leitfaden und die folgenden Kapitel sol1en dazu beitragen, die Menge an Haartönung jedoch möglichst gering zu halten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Janni
    • 1
  • K. Friese
    • 1
  1. 1.Ludwig-Maximilians-UniversitätI. Frauenklinik, Klinikum InnenstadtMünchenDeutschland

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