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Grundlagen

  • Klaus G. Weber
Chapter
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Zusammenfassung

  • > 1874: Begründung der Osteopathie durch Andrew T. Still (1828–1917) in Kirksville/Ohio.

  • > 1929: Die Vorstellung des kraniosakralen Systems durch William G. Sutherland (1873–1954) stößt auf Ablehnung.

  • > 1939: Veröffentlichung von „The cranial bowl“ durch William G. Sutherland. Er beschreibt in den Folgejahren neben anatomisch-physiologischen Aspekten des kraniosakralen Systems auch die energetischen und spirituellen Seiten seiner Arbeit.

  • > 1940–1946: In der Öffentlichkeit entsteht ein erstes zögerliches Interesse für die kraniosakrale Therapie.

  • > 1948: Beryl E. Arbuckle beschreibt die Bedeutung der intrakranialen Membranen für die kraniosakrale Bewegung.

  • > 1951: Harold I. Magoun (1898–1981) publiziert „Osteopathy in the cranial field“.

  • > 1955: Nach Sutherlands Tod verzichten Magoun und andere auf die Erwähnung der energetischen Phänomene der kraniosakralen Therapie, da sich dies als intellektuelles Haupthindernis für eine Akzeptanz durch die Fachwelt erweist.

  • > Ab 1964: Harold Magoun, Viola Frymann und Thomas Schooley unterrichten kraniosakrale Osteopathie zunächst in London, dann in Paris. Frankreich wird Zentrum der europäischen Osteopathie.

  • > 70er Jahre: John E. Upledger wird der weltweit bekannteste Kranial-Osteopath. Er vereinfacht die Ausbildung didaktisch durch Auftrennung der komplexen kraniosakralen Bewegungen in ihre einzelnen Komponenten, die nacheinander behandelt werden. Damit trägt er wesentlich zur Verbreitung der Methode bei.

  • > 1983: Das Werk: „Die Kraniosakral-Therapie“ von John E. Upledger erscheint auf Englisch, 1991 auf Deutsch.

  • > 80er Jahre: Neben John E. Upledger entwickeln auch Martin Allen und Arthur L. Pauls (1929–1997) u. a. eine kraniosakrale Therapie, die mehr auf die Ursprünge von Sutherland zurückgeht. Die Selbstorganisation ohne vordefinierte Korrekturziele steht hierbei im Vordergrund. Auch erweiterte Ansätze mit energetischen und transpersonalen Dimensionen der kraniosakralen Therapie stoßen zunehmend auf Interesse.

  • > 90er Jahre und Jahrtausendwende: In den letzten Jahren erschienen etliche Bücher zur kraniosakralen Therapie, u. a. von Rang (1997), Liem (1998, 2000) sowie Cloet und Groß (1999). Einen neuen Schwerpunkt bilden die somato-psychischen Aspekte, die ihren Niederschlag u. a. im Werk von Upledger (1999) über die somato-emotionalen Release-Techniken und im somato-psychischen Kontext in der kraniosakralen Therapie finden. Einzelne Aspekte werden besonders betont, so z. B. die therapeutische Umsetzung kranialer Techniken für das KISS-Syn-drom bei Kindern (Unruhe, Schlafstörungen kurz nach der Geburt). Temporo-mandibuläre Störungen finden großes Interesse im zahnärztlichen Umfeld. Nachdem Stute in Bielefeld schon seit über 20 Jahren kraniosakrale Dysbalancen und ihre Auswirkungen auf die Statomotorik bei der kieferorthopädischen Behandlung berücksichtigt, finden diese Ideen auf verschiedenen Wegen über die Gesellschaft für ganzheitliche Zahnheilkunde im zahnärztlichen Bereich eine weitere Verbreitung. Die praktische Umsetzung wird vor allem von Physiotherapeuten realisiert. Unter Ärzten bleibt die Behandlungsmethode bis heute aufgrund des Arbeitsumfeldes und der Rahmenbedingungen eher eine Randmethode.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Klaus G. Weber
    • 1
  1. 1.RottenburgGermany

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