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Histopathologie

  • Volker Steinkraus

Zusammenfassung

Histopathologisch findet sich eine hyperplastische Abb.27 und Abb.22 oder auch flache atrophische Abb.29 Epidermis mit atypischen Keratinozyten im Stratum basale. Häufig reichen die atypischen Zellen mit fingerförmigen Epithelverbänden in die obere papilläre Dermis. Das Stratum corneum zeigt einen charakteristischen Wechsel von korbgeflechtartiger Orthokeratose über follikulären Ostien und Akrosyringien (in der H & E Färbung blau) mit kompakter Parakeratose im Bereich der interfollikulären Epidermis (in der H & E Färbung rosa), ein Charakteristikum von aktinischen Keratosen, das auch als „pink and blue phenomen“ beschrieben wird Abb.30. Aufgrund dichtgelagerter Zellen im Stratum basale („crowding“) stellen sich die Keratinozyten in der neoplastisch veränderten Epidermis besonders basophil dar. In der Dermis findet sich meist eine deutlich ausgeprägte solare Elastose. Die zellulären Charakteristika sind durch Pleomorphie, Anisochromasie, Störungen in der Stratifikation und Zellreifung sowie vermehrte Mitosen (selten atypische Mitosen) [7] gekennzeichnet. Das histopathologische Bild ist reich an Varianten, bei der die Epithelkonfiguration auch bowenoid sein kann Abb.31. Subepidermal findet sich oft ein unterschiedlich dichtes lichenoid angeordnetes lymphozytäres Infiltrat (lichenoide aktinische Keratose). Die lichenoide aktinische Keratose darf nicht mit der benignen Lichen-planus-artigen Keratose verwechselt werden. Letztere ist Ausdruck regressiver Veränderungen einer solaren Lentigo oder seborrhoischen Keratose mit einem ungewöhnlich stark ausgeprägten lymphozytären Infiltrat an der dermo-epidermalen Junktionszone.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Volker Steinkraus
    • 1
  1. 1.Dermatologikum HamburgHamburgDeutschland

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