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Jugendliche im Spiegel des Versorgungsgeschehens: Analyse der Routinedaten der KKH-Allianz für die Altersgruppe der 12- bis 21-Jährigen

  • Hans Dörning
  • Andrea Schneider
  • Ulla  Walter
Chapter

Zusammenfassung

Die routinemäßig bei Krankenkassen gespeicherten leistungsbezogenen Daten bieten die größte Dichte an zentralen gesundheitsrelevanten Informationen über die deutsche Bevölkerung. Sie werden daher seit einigen Jahren verstärkt genutzt, um einen differenzierten Einblick in die gesundheitliche Versorgung in Deutschland zu erhalten. Allein bei der KKH-Allianz liegen solche leistungsbezogenen Daten von ca. 2 Millionen Versicherten – Mitglieder und mitversicherte Angehörige – jährlich vor. Sie können u. a. einen fundierten Eindruck darüber vermitteln, welchen Stellenwert bestimmte Krankheiten bei den Versicherten der KKH-Allianz insgesamt sowie bei ausgewählten Versichertengruppen haben. Außerdem können sie Auskunft darüber geben, wie sich der Stellenwert von Krankheiten im zeitlichen Verlauf entwickelt, d. h. inwieweit eher eine Zu- oder Abnahme in der Vorkommenshäufigkeit bestimmter Erkrankungen im Zeitverlauf feststellbar ist. Analysen der personenbezogenen anonymisierten Routinedaten der KKH-Allianz können damit wichtige krankheitsbezogene Hinweise für eine zielgruppenspezifische Ausrichtung und Ausgestaltung präventiver Maßnahmen und Programme geben, um das Effektivitätsund Effizienzpotenzial evidenzbasierter präventiver Aktivitäten wirkungsvoll auszuschöpfen. Die nachfolgend dargestellten Ergebnisse von Routinedatenanalysen zu Krankheiten bei der Gruppe der 12- bis 21-jährigen Versicherten basieren auf den Daten der KKH-Allianz zu den beiden besonders relevanten Leistungsgruppen »stationäre Leistungen« und »ambulantärztliche Leistungen«. Es wurden Daten von über 200.000 Versicherten ausgewertet. Zusätzlich wurden punktuell Daten zu der ebenfalls zentralen Leistungsgruppe »Arzneimittel « verwendet. Um empirisch fundierte Hinweise über die Relevanz von Krankheiten und Krankheitsgruppen auch im zeitlichen Verlauf zu erhalten, wurden in der Regel die Daten aus den Kalenderjahren 2004 bis 2008 ausgewertet und Jahresvergleiche durchgeführt. Bei ausgewählten Analysen wurden zusätzlich dazu auch stationäre Daten aus den Kalenderjahren 2000 bis 2003 verwendet. Grundlage der Analysen waren dabei vorrangig die nach der ICD-10 verschlüsselten Daten der KKH-Allianz. Die nachfolgend dargestellten Ergebnisse beruhen sowohl auf versichertenbezogenen Analysen auf der Ebene von Diagnosekapiteln (Diagnosekapitel 1 bis 21), der obersten Gliederungsstufe der ICD-10, als auch auf Analysen auf der weitaus differenzierteren Ebene von dreistelligen Einzeldiagnosen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2011

Authors and Affiliations

  • Hans Dörning
  • Andrea Schneider
  • Ulla  Walter

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