Advertisement

Die Schätzung der Nennergröße der Unternehmensbewertung I: Individueller Kapitalisierungszinssatz im Rahmen des Ertragswertverfahrens

  • Christoph Kuhner
  • Helmut Maltry
Chapter

Zusammenfassung

Bei der Schätzung der Nennergröße der Unternehmensbewertung (Kapitalisierungszinssatz) ist zwischen einem kapitalmarktorientierten Ansatz und einem individualistischen Ansatz, der auf der Berücksichtigung der individuellen Risikoaversion eines Bewertungssubjekts gründet, zu unterscheiden. Der individualistische Ansatz wird in diesem Kapitel exponiert, indem vor allem die Bemessung von Risikozuschlägen auf der Grundlage der v. Neumann und Morgensternschen Risikonutzentheorie ausgeführt wird. Die besondere Bedeutung dieser Vorgehensweise besteht darin, dass sich auch und gerade für den Einzelfall theoriefundierte Risikozuschläge für den Kapitalisierungszinssatz herleiten lassen. Allerdings ist in der internationalen sowie auch in der nationalen Bewertungspraxis eine Zurückdrängung der individualisierten Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes zugunsten kapitalmarktorientierter Verfahren zu konstatieren.

Literatur

  1. Arrow, K. J. (1970). Essays in the theory of risk bearing (S. 90–120). Amsterdam/London.Google Scholar
  2. Ballwieser, W., & Hachmeister, D. (2013). Unternehmensbewertung – Prozess, Methoden und Probleme (4. Aufl.). Stuttgart.Google Scholar
  3. Bamberg, G., Baur, F., & Krapp, M. (2012). Statistik (17. Aufl.). München.Google Scholar
  4. Diedrich, R. (2003). Die Sicherheitsäquivalentmethode der Unternehmensbewertung: Ein (auch) entscheidungstheoretisch wohlbegründbares Verfahren. Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, 55, 281–286.Google Scholar
  5. Drukarczyk, J., & Schüler, A. (2007). Unternehmensbewertung (5. Aufl.). München.Google Scholar
  6. Eisenführ, F., Weber, M., & Langer, T. (2010). Rationales Entscheiden (5. Aufl.). Berlin .Google Scholar
  7. Helbling, C. (1998). Unternehmensbewertung und Steuern (9. Aufl.). Düsseldorf.Google Scholar
  8. IDW (2008). IDW S 1 [i. d. F. v. 2008]: Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen. IDW-FN 7/2008, S. 271–292.Google Scholar
  9. IDW (2014). Wirtschaftsprüfer–Handbuch (Bd. 2., 14. Aufl.). Düsseldorf.Google Scholar
  10. Kruschwitz, L. (2001). Risikoabschläge, Risiokozuschläge und Risikoprämien in der Unternehmensbewertung. Der Betrieb, 54, 2409–2413.Google Scholar
  11. Kürsten, W. (2002). „Unternehmensbewertung unter Unsicherheit“ oder: Theoriedefizit einer künstlichen Diskussion über Sicherheitsäquivalent- und Risikozuschlagsmethode. Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, 54, 128–144.CrossRefGoogle Scholar
  12. Kürsten, W. (2003). Grenzen und Reformbedarfe der Sicherheitsäquivalentmethode in der (traditionellen) Unternehmensbewertung. Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, 55, 306–314.Google Scholar
  13. Mandl, G., & Rabel, K. (1997). Unternehmensbewertung. Wien/Frankfurt.Google Scholar
  14. Robichek, A. A., & Myers, S. C. (1966). Conceptual problems in the use of risk-adjusted discount rates. The Journal of Finance, 21, 727–730.Google Scholar
  15. Sieben, G., & Schildbach, T. (1994). Betriebswirtschaftliche Entscheidungstheorie (4. Aufl.). Düsseldorf.Google Scholar
  16. Schosser, J., & Grottke, M. (2013). Nutzengestützte Unternehmensbewertung: Ein Abriss der jüngeren Literatur. Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, 65, 306–341.CrossRefGoogle Scholar
  17. von Neumann, J., & Morgenstern, O. (1953). Theory of games and economic behavior (3. Aufl.). New York.Google Scholar
  18. Wiese, J. (2003). Zur theoretischen Fundierung der Sicherheitsäquivalentmethode und des Begriffs der Risikoauflösung bei der Unternehmensbewertung. Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, 55, 287–305.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.KölnDeutschland

Personalised recommendations