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Therapie der Funktionskrankheiten

  • Claudia Koch-Remmele
  • Roland Kreutzer
Part of the Physiotherapie Basics book series (PHYSIO)

Zusammenfassung

  • Ziel der Therapie ist es, pathophysiologische Haltungs- und Bewegungsprogramme in neurophysiologische umzuwandeln. Dazu stehen funktionsorientierte und globale Maßnahmen zur Verfügung.

  • Mit funktionsorientierten Maßnahmen werden Störfaktoren durch Techniken beseitigt, die eine Muskelfunktionsgruppe betreffen. Die Haltungsund Bewegungsprogramme verändern sich reaktiv. Dazu gehören u. a. agistisch exzentrische Kontraktionsmaßnahmen, funktionsorientierte Theraband- Übungen, passive Maßnahmen u. v. m.

  • Mit globalen Maßnahmen werden die Störfaktoren mehrerer Muskelfunktionsgruppen behandelt. Brügger-Grundübungen oder Kompensationsübungen knüpfen am pathophysiologischen Bewegungsprogramm an und überführen den Patienten in das neurophysiologische Bewegungsprogramm. Es findet ein programmorientiertes Umprogrammieren statt. Beim automatisierten Umprogrammieren durch ADL-Übungen, ADLTraining und durch das Brügger-Walking werden globale Haltungs- und Bewegungsprogramme in der momentan bestmöglichen aufrechten Haltung geübt, wiederholt und somit automatisiert.

  • Je nach Stärke der Störfaktoren werden unterschiedliche Maßnahmen des 3-Stufen-Modells angewendet. Angepasst an die jeweilige Arbeitshypothese erfolgt der Therapie-Einstieg mit einer aktiven, funktionsorientierten oder globalen Maßnahme der 2. Stufe. Nur wenn die aktive Therapiemaßnahme keinen Erfolg bringt, wird auf Maßnahmen der 1. Stufe zurückgegriffen. Sind die Maßnahmen der 2. Stufe erfolgreich, wird auf Maßnahmen der 3. Stufe übergegangen.

  • Grundsätzlich sollte so wenig wie möglich passiv und so schnell wie möglich aktiv gearbeitet werden. Es wird der schnellstmögliche Weg von der Diagnostik über die Therapie zur Eigentherapie angestrebt.

  • Die Behandlung der Störfaktoren wird mittels Funktionstests evaluiert.

  • Zur Beseitigung der Störfaktoren und zur Vermeidung neuer Störfaktoren sollte ein individuelles Eigenübungsprogramm für den Patienten erarbeitet werden.

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2007

Authors and Affiliations

  • Claudia Koch-Remmele
    • 1
  • Roland Kreutzer
    • 2
  1. 1.Kassel
  2. 2.Marburg

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