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Das Bewegungsmuster der aufrechten Körperhaltung

  • Claudia Koch-Remmele
  • Roland Kreutzer
Part of the Physiotherapie Basics book series (PHYSIO)

Zussamenfassung

  • Unter neurophysiolgischen Bedingungen arbeiten Muskeln im funktionellen Synergismus in Form von Muskelschlingen zusammen. Dadurch können globale Haltungs- und Bewegungsprogramme ausgeführt werden.

  • Die diagonale Muskelschlinge unterstützt in ihrer Gesamtfunktion das Bewegungsprogramm der aufrechten Körperhaltung.

  • Unter pathophysiologischen Bedingungen, beim Vorhandensein von Störfaktoren, arbeiten Muskeln im funktionellen Antagonismus, sie arbeiten nun in ihrer Einzelfunktion. In Bezug auf die diagonale Muskelschlinge bedeutet dies: Je mehr Störfaktoren vorhanden sind, desto schwieriger wird die Einnahme der aufrechten Körperhaltung.

  • Ein Bestandteil der diagonalen Muskelschlinge sind die kranialen Thoraxheber. Sie wirken von kranial auf den Thoraxaufsatz und ziehen ihn nach oben. Voraussetzung ist ein stabilisierter Kopf und ein in Retroposition stabilisierter Schultergürtel.

  • Bestandteil der kaudalen Thoraxheber ist das dorsale Aufrichtesystem mit dem M. erector trunci. Über die muskuläre Zuggurtung lordosiert und stabilisiert er die WS.

  • Nur in Verbindung mit dem ventralen Aufrichtesystem gelingt es, den Rumpf axial und somit optimal zu belasten. Zum ventralen Aufrichtesystem gehören der Bauchmuskelverband und das Zwerchfell.

  • Voraussetzung dafür, dass der Bauchmuskelverband aufrichtend tätig sein kann, ist, dass der M. transversus abdominis sein Punctum fixum am M. rectus abdominis nehmen kann. Dies ist nur gewährleistet, wenn ein gewisser Abstand zwischen Sternum und Symphyse besteht. Dieser Abstand wird neben der Kontraktion der kranialen Thoraxheber sowie durch die Aktivität der Beckenkipper hergestellt. Diese benötigen einen stabilisierten Ober- und Unterschenkel, was u. a. vom funktionellen Steigbügel gewährleistet wird.

  • Der funktionelle Steigbügel und weitere Muskelschlingen des Fußes stabilisieren die Fußquer- und -längswölbungen.

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2007

Authors and Affiliations

  • Claudia Koch-Remmele
    • 1
  • Roland Kreutzer
    • 2
  1. 1.Kassel
  2. 2.Marburg

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