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Einleitung

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Zusammenfassung

Die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund wird in Deutschland und anderen westlichen Ländern seit einigen Jahren (wieder) als vorrangige bildungs- und integrationspolitische Aufgabe betrachtet. In Deutschland haben vor allem zwei Entwicklungen dazu beigetragen: der in den letzten Jahrzehnten gewachsene und weiter wachsende Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund innerhalb einer insgesamt schrumpfenden Bevölkerung und das schlechte Abschneiden vieler dieser Kinder und Jugendlichen im deutschen Bildungssystem. Angesichts steigender Qualifikationsanforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird allgemein befürchtet, dass ein großer Anteil dieser Kinder und Jugendlichen später von erheblichen beruflichen Risiken betroffen sein wird, was ihre individuellen Lebenschancen und ihre Integration in die Gesellschaft maßgeblich gefährdet. Als Folge wird eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung und, damit verbunden, eine Verschärfung sozialer und kultureller Konflikte befürchtet. Angesichts dieses Szenarios besteht in Wissenschaft und Politik weitgehend Einigkeit darüber, die Bildungs- und Integrationschancen von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland durch möglichst frühzeitig ansetzende Förderangebote zu verbessern. Große Erwartungen werden hierbei auf den Kindergarten gesetzt. Da er Kinder in einem besonders lernsensiblen Alter und noch vor der Einschulung erreicht, wird ihm bei der Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund allgemein eine zentrale Bedeutung zugeschrieben. Politische Bemühungen der letzten Jahre haben daher zum Ziel, Kinder mit Migrationshintergrund zunehmend früher und länger in Kindergärten zu betreuen, zu bilden und zu erziehen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

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