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Es gibt keine visuellen Medien! Zur Multimodalität medialer Botschaften

  • Katharina Lobinger

Zusammenfassung

Mit der Diagnose „There are no visual media“ spricht Mitchell (2005: 257) eine der größten Herausforderungen an, die sich der Visuellen Kommunikationsfor schung aktuell stellen: Die Analyse multimodaler Medientexte. Bei der Erfor schung visueller Kommunikationsbotschaften würde die Beschäftigung mit Medienbildern alleine zu kurz greifen, denn, wie Mitchell weiter ausführt: „All media are, from the standpoint of sensory modality, mixed media.“ (Mitchell 2005: 257). Duncum (2004) argumentiert in seinem Artikel Visual Culture Isn't Just Visual noch eindringlicher gegen die alleinige Beschäftigung mit Bildern, denn „the visual was never exclusively visual“ (Duncum 2004: 258). Bilder traten schon immer in Verbindung mit anderen Kommunikationselementen auf. Trotz der Tatsache, dass Medienbotschaften zunehmend aus visuellen Elementen beste hen, beinhalten sie letztlich immer zugleich in verschiedenen Weisen und in ver schiedenen Graden auch andere Zeichensysteme und sprechen dadurch mehrere Wahrnehmungssysteme an (vgl. Duncum 2004: 253). Als Folge der Veränderun gen und Entwicklungen der Informationstechnologien, insbesondere aufgrund ih rer Digitalisierung, können unterschiedliche semiotische Kommunikationsmodi (z.B. Text, Bild, Klang) heute besonders einfach kombiniert werden. Gemeinsam bilden sie dann so genannte multimodale Texte (vgl. Martinec/Salway 2005: 337; Lemke 2009: 288).

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

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  • Katharina Lobinger

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