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Verknüpfung quantitativer und qualitativer Methoden der Bildanalyse

  • Katharina Lobinger

Zusammenfassung

Wie bereits in der Einleitung zu Kapitel 9 dargestellt wurde, sprechen sich meh rere Bildforscher und Bildforscherinnen für eine Kombination von quantita tiven und qualitativen Verfahren der Analyse von Bildern aus (vgl. etwa Bell/Milic 2002: 212; Grittmann 2001: 77). Vor allem die Integration von Elementen aus qualitativen Methoden der Bildforschung in quantitative Erhebungsdesigns scheint dabei viel versprechend zu sein und kann die Aussagekraft quantitativer Bildinhaltsforschung erhöhen. Die quantitative Bildinhaltsanalyse alleine weist bisher noch Defizite bei der visuellen Theorieentwicklung auf, weshalb eine Viel zahl von Bildinhaltsanalysen nicht mit theoretischen Fundierungen und Ansätzen zur visuellen Kommunikation arbeitet. Man könnte sagen, dass keine visuelle Forschung betrieben wird, sondern eine Erforschung des Untersuchungsobjekts „Bild“, das lediglich visuell vorliegt, aber nicht in Hinblick auf visuelle Aspekte untersucht wird. Grittmann (2001) kritisiert ausdrücklich die häufig stattfindende direkte Übernahme von Theorien und Hypothesen, die im Zuge von Untersu chungen zur verbalem Text entwickelt wurden. Die methodischen Anlagen wer den dann für visuelle Analysen „unreflektiert übernommen, als seien Wort und Bild dasselbe“ (Grittmann 2001: 264). Um dieses Defizit auszuräumen, kann die Bildinhaltsanalyse verstärkt auf qualitative Methoden zurückgreifen und deren Analyseergebnisse und Semantisierungen visueller Darstellungsformen als Basis verwenden. Dadurch wird eine ideale Vernetzung aus explorativen und quantifizierenden Verfahren ermöglicht.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

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  • Katharina Lobinger

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