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Die quantitative Bildinhaltsanalyse

  • Katharina Lobinger

Zusammenfassung

Die quantitative Inhaltsanalyse ist, wie oben gezeigt wurde, die am häufigsten verwendete Methode der Visuelle Kommunikationsforschung, vor allem in kom munikationswissenschaftlichen Journals. Die quantitative Bildinhaltsanalyse, oder auch Visual Content Analysis, basiert auf der (Medien-)Inhaltsanalyse, wel che wiederum eine der am häufigsten eingesetzten Methoden der Kommunikati onswissenschaft ist. Früh (2007) definiert die Inhaltsanalyse als eine „empirische Methode zur systematischen, intersubjektiv nachvollziehbaren Beschreibung in-haltlicher und formaler Merkmale von Mitteilungen.“ (Früh 2007: 27) Die quan titative Medieninhaltsanalyse leistet, so Rössler (2005), einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Medienberichten, denn sie „reduziert die Komplexität der Berichterstattung, indem sie deren zentrale Muster herausarbeitet“. (Rössler 2005: 17) Angesichts der großen Anzahl von Bildern in medialen Angeboten sind für gewisse Fragestellungen, wie zum Beispiel bei Fragen nach Strukturen, visu ellen Tendenzen oder Visualisierungsformen im Zeitverlauf, quantitative Inhalts analysen unbedingt erforderlich (vgl. Grittmann/Lobinger 2011). Gegenstand der Inhaltsanalyse können alle Kommunikationsinhalte sein, sofern sie in irgendeiner Weise manifest, also als Text vorliegen. Als Texte werden hierbei fixierte Inhalte aller möglichen Modalitäten (z.B. Sprache, Gestik, Mimik), die Zeichencharak ter haben, verstanden. Da die Inhaltsforschung deshalb jede Art von manifes ten Kommunikationsinhalten in Form von Texten untersuchen kann, ist sie, so Merten, auch für die quantitative Erforschung von Bildern geeignet (vgl. Merten 1995: 59). Eine Inhaltsanalyse beginnt mit präzisen Hypothesen und Erwartun gen über klar definierte Variablen, welche in der Folge operationalisiert werden (vgl. Bell 2006: 13).

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Katharina Lobinger

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