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Einleitung

  • Katharina Lobinger

Zusammenfassung

Bilder sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten aufgrund ihrer zunehmenden Bedeutung und Allgegenwart in medialen und alltäglichen Umgebungen zu ei nem wichtigen Forschungsobjekt unterschiedlichster Wissenschaftsdisziplinen geworden. Sowohl die Geisteswissenschaften, als auch die Sozialwissenschaften setzen sich heute intensiv – teilweise mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten – mit Bildern auseinander. Mittlerweile gibt es auch einige viel versprechende Ansätze zur Etablierung allgemeiner Bildwissenschaften, wie zum Beispiel die Interdisziplinäre Bildwissenschaft der „Magdeburger Schule“ (vgl. Bernhardt 2009a; Sachs-Hombach 2006, 2005a, 2005b, 2003) oder die Visual Studies des angloamerikanischen Raumes (vgl. Mitchell 2008a, 2008b). Allgemeine Bildwis senschaften, wie die beiden genannten, beschäftigen sich mit dem grundlegenden Verständnis von bildhaften Phänomenen im Allgemeinen und entwickeln ontolo gische sowie epistemologische Grundlagen. In dieser Arbeit steht jedoch nur eine spezielle Bildart im Zentrum des Interesses: das unbewegte Medienbild und seine Rolle in unterschiedlichen medialen Kontexten. Deshalb wird auch der Fokus einer speziellen Bildwissenschaft (vgl. Huber 2004) eingenommen, die sich, im Unterschied zu einer allgemeinen Bildwissenschaft, auf bestimmte Bildgattun gen und deren spezielle Eigenschaften konzentriert. Jene bildwissenschaftliche Teildisziplin, die sich hauptsächlich mit der Behandlung von Medienbildern be schäftigt, wird als Visuelle Kommunikationsforschung (vgl. Müller 2007, 2003) bezeichnet. Sie ist, wie Müller (2007: 24) beschreibt, eine Subdisziplin der Kom munikationswissenschaft. Für die vorliegende Arbeit wird der Begriff der Visuel len Kommunikationsforschung aufgrund ihrer starken interdisziplinären Ausrich tung, in Anlehnung an Barnhurst, Vari und Rodríguez (2004), etwas weiter als bei Müller gefasst. Als Visuelle Kommunikationsforschung wird hier die Auseinan dersetzung mit Medienbildern verstanden, welche aus unterschiedlichen wissen schaftlichen Perspektiven, insbesondere aber aus jener der Kommunikations- und Medienwissenschaft, erfolgen kann.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Katharina Lobinger

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