Advertisement

Schlussbetrachtung und Ausblick

Chapter
  • 6.3k Downloads

Zusammenfassung

Reputation ist unter den Rahmenbedingungen der Mediengesellschaft unbestritten ein Gut von erheblichem immateriellen Wert. Sie dient der Differenzierung nach außen, der Identifikation nach innen und sogar der gesellschaftlichen Legitimation. Auch wenn der Großteil wissenschaftlicher Forschung sich mit Reputation für Wirtschaftsunternehmen beschäftigt, so gilt dies gleichermaßen für Non-Profit- und sogar für politische Organisationen. Reputation wurde eingeführt als eine Projektion organisationalen Handelns ausgehend von einer Bewertung aus der Vergangenheit. Sie ist damit der Ruf der Vertrauenswürdigkeit, der einer Organisation vorauseilt und bildet sich zwischen Stakeholdern mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Attributen. Sie lässt sich mehrdimensional fassen als ein Zusammenspiel funktionaler, sozialer und emotionaler Merkmale (vgl. Kapitel 2.1). Krisen sind Situationen, in denen Organisationen dieser Projektionserwartung nicht mehr gerecht werden. Sie stellen damit die funktionalen, sozialen oder emotionalen Reputationsattribute fundamental in Frage und das zentrale Ziel von Organisationen ist es, kurzfristig Vertrauenswürdigkeit entlang jeder drei Dimensionen zu belegen, um langfristig den (oft über Jahre aufgebauten) Ruf nicht zu verlieren (vgl. Kapitel 2.2). Krisenkommunikation avanciert damit zum zentralen Instrument, jene Zuschreibung von Vertrauenswürdigkeit zu erwirken. Reputation bildet sich vor allem über mediale Austauschprozesse, so dass neben dem Krisenmanagement die Kommunikation zum wichtigsten Treiber der Reputationskonstitution wird (vgl. Kapitel 2.3 und 2.4).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations