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Zusammenfassung

Die politische Wirkungsforschung begründet ihre gesellschaftliche Relevanz auf einer demokratietheoretisch geprägten Vorstellung des politischen Kommunikationsprozesses. Diese basiert auf zwei meist unausgesprochenen Annahmen: auf dem normativen Idealbild des gut informierten Bürgers, der in den Medien gezielt nach Informationen über gesellschaftlich relevante Sachverhalte sucht, um wohlbegründete politische Meinungen entwickeln zu können; und auf einer impliziten Stimulus-Response-Vorstellung von Medienwirkungen, der zufolge der Kontakt mit Medieninhalten bereits die Wirkung vorgibt. Diese Grundannahmen prägen die Forschung auf theoretischer und methodischer Ebene. Auf der theoretischen Ebene sehen Fachvertreter das politische Wirkpotenzial der Medien vor allem in Informationsangeboten und beurteilen die mediale Vermittlungsleistung im Hinblick auf deren Beitrag zur politischen Informiertheit und sachlich-rationalen Meinungsbildung der Bürger. Und auf der methodischen Ebene schlagen sich die impliziten Annahmen in prognostischen Inhaltsanalysen nieder, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn Forschende verlässliche Aussagen über die mediale Grundlage politischer Wirkungen benötigen. Solche Inhaltsanalysen basieren auf der unhinterfragten Forschungslogik, dass die Kategoriensysteme genau jene Medieninhalte und Botschaftsmerkmale erfassen, die auf Rezipientenseite politische Informiertheit, Vorstellungen und Meinungen prägen.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

  • Katja Friedrich

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