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Geschlechtsspezifische Segregation im Wissenschaftssystem: Theoretische Erklärungsansätze

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Zusammenfassung

In der Arbeitsmarkt- und Wissenschaftsforschung gibt es vielfältige Ansätze zur Erklärung der andauernden vertikalen und horizontalen Segregation von Frauen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Generell jedoch lassen sich zwei Ausgangspunkte unterscheiden: die akteurzentrierte und die strukturzentrierte Perspektive (Allmendinger et al. 1999, Wetterer 1992). Während frühere Untersuchungen bis Mitte der 1980er Jahre überwiegend Mechanismen der Selbstselektion in den Blick nehmen, wonach die bestehende geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarkts als Ergebnis geschlechtsdifferenter Karriereorientierungen und Verhaltensweisen gesehen wurde, konzentrieren sich jüngere Forschungsarbeiten auf in der Arbeitswelt bestehende strukturelle Barrieren, die zu einem überproportional hohen Ausschluss von Frauen führen würden. Die vorliegende Studie strebt eine Verbindung akteur- und strukturzentrierter Ansätze an, indem subjektive Wahrnehmungen und Erfahrungen der Akteure im Zusammenhang mit Strukturen des Wissenschaftssystems und Mechanismen der Positionierung der Akteure in diesem System betrachtet werden. Als weitere strukturelle Komponenten werden auch gesamtgesellschaftliche Geschlechtsrollenerwartungen einbezogen, da diese im Zusammenhang mit den Wahrnehmungen der Forschenden stehen könnten. Ausgehend von Ansätzen zur Segregation des Arbeitsmarkts werden nachfolgend einzelne Ansätze und Konzepte der beiden Bereiche mit den jeweiligen Forschungsbefunden dargestellt und die jeweiligen Implikationen für das Wissenschaftssystem als ein Bereich des Arbeitsmarkts erarbeitet.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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