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Bilanz und Konsequenzen – theoretische und methodologische Erweiterungen für die „empirische Bildungsforschung“

  • Rolf-Torsten Kramer
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Zusammenfassung

Wenn nun zum Abschluss ein Fazit gezogen werden soll, das theoretische und methodologische Erweiterungen für die empirische Bildungsforschung verspricht, dann soll das mit der gleichzeitigen Kennzeichnung erfolgen, dass dieses Fazit selbst standort- und interessengebunden vorgelegt wird. Das Zitat zum Einstieg in dieses letzte Kapitel deutet diesen Zusammenhang in einem interessanten Bild an. Es soll verdeutlichen, dass hier keine sachlich neutrale Einschätzung zu erwarten ist, sondern von der Position eines ‚Mitspielers’ im Feld der empirischen Bildungsforschung aus agiert wird. Damit ist das Problem markiert, „wie jemand »objektiv« das »Spiel« analysieren kann, in dem er engagierter »Mitspieler« ist“ (Krais 1989, S. 68). Es geht also gerade nicht um Denunziation, die ja von einer anderen Position aus auch die eigenen Begrenzungen der Perspektive betreffen kann, sondern es soll hier abschließend um den Versuch gehen, die Potenziale der Bourdieu’schen kulturtheoretischen und ungleichheitsbezogenen Thesen und Konzepte für die nach wie vor unbefriedigende Erklärung der Entstehung und dauerhaften Fortschreibung von Bildungsungleichheiten zu bündeln. Dabei gehe ich zunächst noch einmal auf die analysierten Muster der Bourdieu-Rezeption ein und verweise auf das kulturtheoretische Potenzial der Konzeptionen Bourdieus (5.1). Anschließend bilanziere ich die derzeitige Ausrichtung der ungleichheitsbezogenen empirischen Bildungsforschung und versuche, neue Verbindungslinien vorzuschlagen (5.2). Abschließend skizziere ich dann Linien einer an Bourdieu orientierten empirischen Bildungsforschung und deren zu erwartenden Erträge im Kontext der Erziehungswissenschaft (5.3).

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  • Rolf-Torsten Kramer

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