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„Ungehörte“ Opposition? – Beispiele einer Bourdieu’schen Bildungsforschung

  • Rolf-Torsten Kramer
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Zusammenfassung

Wenn im vorangegangenen Kapitel auf die gegenwärtig dominanten Erklärungsmuster und Zugänge der ungleichheitsbezogenen empirischen Bildungsforschung eingegangen wurde mit dem Ziel, Anschlüsse oder Ausschlüsse Bourdieu’scher Perspektiven zu überprüfen und zu bilanzieren, dann widmet sich dieses Kapitel einigen ausgewählten Studien, die explizit an die Kulturtheorie Bourdieus anknüpfen, aber im großen ‚Orchester’ der empirischen Bildungsforschung nicht die ‚erste Geige’ spielen. Diese metaphorische Kennzeichnung ist dabei nicht despektierlich gemeint. Sie soll aber dafür sensibilisieren, dass auch Forschungszugänge und theoretische Perspektiven mit mehr oder weniger Erfolg im akademischen Feld ‚mitspielen’. Wie stark sie sich Gehör verschaffen und damit zusätzlich symbolisches Kapital binden können, ist dabei nicht nur durch Merkmale der wissenschaftlichen Qualität begründet, sondern auch davon abhängig, ob und in welchem Maße an die – Schwankungen und Transformationen unterliegenden – hegemonialen Spielarten (hier) der empirischen Bildungsforschung angeschlossen werden kann. In diesem Sinne sind die in diesem Kapitel diskutierten Studien aus der Perspektive dieser Arbeit als „ungehörte“ Opposition (mit Fragezeichen) eingeführt. Dass dies eine auch polemische Kennzeichnung ist, sollte aber deutlich sein – nicht zuletzt deshalb, weil diesen Studien in dieser Arbeit ganz offensichtlich eine hohe Aufmerksamkeit zuteil wird.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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  • Rolf-Torsten Kramer

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