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Die Kulturtheorie von Pierre Bourdieu – (ungeborgene) Potenziale zur Erklärung der Entstehung der Bildungsungleichheit

  • Rolf-Torsten Kramer
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Zusammenfassung

Die Publikationen und theoretischen Entwürfe von Pierre Bourdieu sind – wenn man sich einmal auf sie eingelassen hat – von großer Faszination. Zugleich lassen sie nicht selten einen unangenehmen Beigeschmack zurück. Was ihnen an Erklärungs- und Aufschließungskraft auf der einen Seite innewohnt, wird durch seine kulturkritischen und scheinbar reproduktiv erstarrten Befunde auf der anderen Seite eingeschränkt. Die Bezugnahmen auf Bourdieu spiegeln diese Ambivalenz. Das gilt auch für die Bildungsforschung. Teilweise (und besonders zu Beginn der bundesdeutschen Bourdieu-Rezeption) sind die Bezugnahmen geprägt von einer fast euphorisch wirkenden Affirmation seiner Analysen und theoretischen Implikationen. Teilweise sind die Bezüge aber auch verkürzt oder wird sich von den kulturtheoretischen Thesen explizit abgegrenzt. Das ist selbstverständlich legitim. Überraschend ist daran nur, dass für diese Zurückweisung Bourdieu’scher Perspektiven oftmals kaum empirische Evidenz vorliegt und die Frage nach der Entstehung der Bildungsungleichheit, auf die ja ein komplex angelegtes Modell als Antwort von Bourdieu vorgeschlagen wird, auch aktuell nach wie vor offen und z. T. unbeantwortet bleibt (vgl. Baumert/Schümer 2001a; Becker 2007; Maaz/Baumert/Trautwein 2010).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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  • Rolf-Torsten Kramer

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