Advertisement

Astroturf pp 17-55 | Cite as

Astroturf als Lobbyingstrategie

Chapter
  • 772 Downloads

Zusammenfassung

Politische Interessenvertretung erfolgt in der parlamentarischen Demokratie der Bundesrepublik Deutschland überwiegend in institutionalisierten Verfahren. „Um die formalen Entscheidungsträger haben sich Netzwerke aus Bürgerinitiativen, Interessenverbänden und Unternehmen etabliert, die kommunizierend und beratend Einfluss auf die Politik nehmen und an der Formulierung und Implementierung von Politik mitwirken“ (Bentele 2007: 17). Die Praxis politischer Interessenvertretung in Deutschland scheint gegenwärtig von Wandlungsprozessen charakterisiert zu sein, sowie von einem hohen Maß an Unübersichtlichkeit schon allein aufgrund der wachsende Zahl und Mannigfaltigkeit der daran beteiligten Akteure. „Das korporatistische Arrangement war, wenn es je als solches bestanden hat, auf den Nationalstaat zugeschnitten. An den neuen Anforderungen der Europäisierung und Globalisierung scheitert dieses Modell der Interessenpazifizierung und -verstaatlichung“ (Leif/Speth 2003:14; vgl. Sebaldt/ Straßner 2004: 41-48, Lösche 2007: 100-135, Winter 2004, Alemann 2000). Um zu untersuchen, wie sich Astroturf als Lobbyingstrategie in diesem von Neujustierung, oder Wandel geprägten System ereignet, ist es notwendig beide Begriffe – Astroturf und Lobbying – zu bestimmen, sowie die bisherige Anwendungsgeschichte von Astroturf in Deutschland samt Stand der wissenschaftlichen Literatur darzulegen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations