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Der Input durch die Sozialraum- und Habitusforschung

  • Ullrich Bauer
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Zusammenfassung

Sozialisationsforschung der nach-schichtspezifischen Epoche scheitert an ihren selbst gesetzten Maßstäben. Mit der Kritik an einseitig objektivistischen oder integrationslastigen Ansätzen war ursprünglich der Anspruch verbunden, neben der Vergesellschaftungs- die Individuationsperspektive im Erkenntnis- und Forschungsprozess zu berücksichtigen. Hierdurch sollte ein Bezugsrahmen erstellt werden, der neben der Analyse äußerer Sozialisationseinflüsse offen genug ist, um die Entwicklung zu eigenständig handlungsfähigen Subjekten, mithin auch die entgegengesetzte Einflussnahme der Heranwachsenden auf ihre Sozialisations umwelt zu untersuchen. Das Interesse richtete sich darauf, nicht nur einen statischen Reproduktionsprozess, sondern individuellen und sozialen Wandel erklären zu können. Damit sollte schließlich ein Sozialisationsverständnis begründet werden, das die Möglichkeit autonomer und von den Strukturen der Sozialisationsumwelt emanzipierter Ich-Entwicklung einschließt. Das Programm der Mehrebenenanalyse sowie die richtungsweisende Forderung, das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft – analog Person-Umwelt, Vergesellschaftung-Individuation – als interaktives, obendrein sogar als dialektisches zu begreifen, ist unzweifelhaft die richtige Konsequenz aus den Defiziten einer ausschließlich auf die Vergesellschaftungsperspektive reduzierten Sozialisationsforschung. Unabhängig davon, ob diese im engeren Sinne mit so unterschiedlichen Traditionen wie dem Strukturfunktionalismus oder dem schichtspezifischen Paradigma verbunden wird. Ein Scheitern dieser Forschung lässt sich daher erst ex post, also aus heutiger Perspektive bemessen. Und dies vor allem auf Grundlage der maßgeblichen Befunde dieser Forschung.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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  • Ullrich Bauer

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