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Marke als Produkt

Strategische Sublimierung und die Sehnsucht nach Transzendenz
  • Kai-Uwe Hellmann

Zusammenfassung

Hyperkomplexität ist ein Markenzeichen moderner Märkte. „Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ,ungeheure Warensammlung’, die einzelne Ware als seine Elementarform’’ (Marx 1984: 49) Insbesondere klassische Kaufhäuser, große Shopping Mails und neuerdings der „Long Tail” (Anderson 2006) des eCommerce bergen eine solche, schier unübersehbare Angebotsvielfalt, daß sinnlich unmittelbar erfahrbar wird, was schon John Kenneth Galbraith (1963) mit „Gesellschaft im Überfluß” meinte. Überdies kennzeichnet moderne Märkte, daß es sich in der Regel um Begegnungs - stätten handelt, in denen das Moment der Generalisierung von Fremdheit vorherrscht (Hahn 1994). „Wo der Markt seiner Eigengesetzlichkeit überlassen bleibt, kennt er nur Ansehen der Sache, kein Ansehen der Person, keine Brüderlichkeits - und Pietätspflichten, keine der urwüchsigen, von den persönlichen Gemeinschaften getragenen menschlichen Beziehungen.” (Weber 1985a: 383) Denn der Markttausch erfolgt zumeist unter Fremden. Persönliche Bekanntschaften, gar Freund-schaften sind die Ausnahme.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

  • Kai-Uwe Hellmann

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