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Einleitung

Chapter
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Zusammenfassung

Gegenwärtig wird in Deutschland wieder viel über Theater diskutiert: über Aufführungen und Regietheater, Zuschusskürzungen und Schließungen, über die Rolle und den Anspruch des deutschen Theaters. Permanent wird eine Krise ausgerufen, die derzeit vor allem als Finanzierungskrise und weniger als inhaltliche Krise wahrgenommen wird (vgl. Wagner 2004a). Angesichts der Vielfalt der Stimmen und Argumente für oder gegen staatliche Subventionen, für diese Finanzierungsform oder jenes institutionelle Experiment verliert man leicht die Orientierung. Jede weitere fundierte Diskussion bedarf eines Anhaltspunktes, damit sie sich nicht ständig im Kreise dreht und wohlbekannte Argumente lediglich wiederholt. Ein nahe liegender Referenzrahmen ist der informierte Blick über die eigenen Grenzen hinweg. Nicht nur muss man seine ‚Feinde’ genau kennen – z.B. die Funktionsweisen, Vor- und Nachteile des oft geschmähten US-amerikanischen Broadway- Systems –, sondern auch mögliche nachahmenswerte Alternativen. Für gleiche oder ähnliche Probleme können andere Theatersysteme andere Lösungsmechanismen gefunden haben. Vor allen Dingen sollte, wer wirkliche Veränderungen und Erneuerungen anstrebt, als erstes die als normal angesehenen Gegebenheiten hinterfragen und darüber reflektieren, was als natürlich oder essentiell empfunden wird: Oft genug liegen dahinter unbewusste Grundannahmen, die einem ganz bestimmten historischen, kulturellen und sogar individuellen Kontext entspringen und deshalb keine Allgemeingültigkeit beanspruchen können.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden 2011

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