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Wichtige Gehirnstrukturen und ihre Funktion

  • Erich Schröger
Chapter

Zusammenfassung

‚Das, was im Kopf ist’. Das Gehirn heißt auf lateinisch ‚cerebrum’ und auf altgriechisch ‚enképhalon’, was soviel bedeutet wie ‚Das, was im Kopf ist’. Beim Menschen besteht es aus etwa 1011 Nervenzellen (Neuronen), die hochgradig miteinander vernetzt sind (siehe Kapitel 4). Das Gehirn existiert jedoch nicht als isolierte Einheit, sondern ist integraler Bestandteil eines aus vielen weiteren Teilen bestehenden Gesamtorganismus. Das Gehirn ist von einer dreischichtigen Hirnhaut umhüllt und befindet sich in der Schädelhöhle. Die Hirnhaut wird von zahlreichen Blutgefäße durchzogen und versorgt das Gehirn mit Nährstoffen. Der Schädelknochen schützt es vor Verletzungen. Die Neurone des Gehirns sind in ein von ca. 1013 Gliazellen gebildetes Netzwerk eingebettet und von zahlreichen Blutgefäßen umgeben. Die Zerebrospinalflüssigkeit (Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit), die ständig aus dem Blut neu gebildet und über das Blut abgebaut wird, zirkuliert durch die vier Ventrikel (Flüssigkeitsräume) des Gehirns und den Zentralkanal des Rückenmarks. Unterbrechungen dieses Zirkulationssystems können zu einer krankhaften Erweiterung der Flüssigkeitsräume führen, dem so genannten Hydrocephalus (Wasserkopf). Der enorme Sauerstoff- und Energiebedarf des Gehirns wird durch Nährstoffe, die über vier Arterien und sich daraus verzweigende Arteriolen und Kapillaren transportiert werden, gewährleistet. Über Venen und Venolen erfolgt der Abtransport des sauerstoffarmen Blutes und der Stoffwechselabbauprodukte. Wenn die Versorgung auch nur kurzfristig ausfällt (z.B. bei einem Schlaganfall), führt das zum Absterben von Gehirngewebe und damit zu mehr oder weniger spezifischen Funktionsausfällen bis hin zum Tod. Wie im Einleitungskapitel erwähnt, befasst sich die Neuropsychologie, eine wichtige Teildisziplin der Biologischen Psychologie, mit der Diagnose und Therapie dieser Defizite. So hat etwa der Biopsychologie und Klinische Psychologe Wolfgang Miltner aus Jena ein Therapieprogramm zur Rehabilitation von Schlaganfallpatienten entwickelt.

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  • Erich Schröger

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