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Zur Soziologie des Unternehmens

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Zusammenfassung

Das Unternehmen wird im Folgenden nicht als eine betriebswirtschaftliche, eine technische oder eine rechtliche Einheit gedacht. Vielmehr wird hier im Anschluss an Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme und Dirk Baeckers Formtheorie des Unternehmens das Unternehmen als eine Form im Sinne einer nicht nur faktisch sich vollziehenden, sondern nachträglich sich selbst beobachtenden und dadurch zu einem sozialen System werdenden Operation bestimmt. „Diese Operation greift Möglichkeiten auf und schließt andere aus. Die einzige Bedingung, die sie erfüllen muss, um Wirklichkeit anzunehmen, ist ihre Wiederverwendbarkeit, ihre Rekursivität, ihre Möglichkeit, im Bezug der Operation auf die Operation aufzuschieben und nachzutragen, was keine einzelne Operation tragen kann. In der Operation des Ausschließens liegt das Moment der Konstruktion der Form.“ Der Gegenstand des Unternehmens erscheint in dieser Perspektive dann nicht mehr in einem ontologischen Sinne als Objekt, das sich durch wesentliche, essenzielle oder substanzielle ‚Eigenschaften’ konstituiert, sondern als eine Differenz, die von einer Organisation vollzogen und von einem Beobachter, der die Unternehmensorganisation selbst oder aber auch ein Soziologe sein kann, beobachtet wird.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

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