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Das Schulprogramm zwischen schulischer Selbstregelung und externer Steuerung

  • Martin Heinrich
  • Jürgen Kussau
Chapter

Zusammenfassung

Als in den 1990er Jahren absichtsvolle Schulentwicklung im Gefolge der „Wiederentdeckung der Schule als pädagogische[r] Gestaltungsebene“ (Fend 1988) auch in den deutschsprachigen Ländern Einzug hielt, wurde der Schule mit der Aufforderung, ein Schulprogramm zu erarbeiten, ein entwicklungsanregendes Aufgabensubstrat unterbreitet. Die Schule kann zwar nicht anders als sich entwickeln; absichtsvolle Schulentwicklung im neueren Verständnis einschließlich ihrer Konstituierung als Organisation waren jedoch auf Arbeitsmaterial angewiesen, um das herum die Schule sich kollektiv entwickeln konnte und es etwas zu organisieren, „pädagogisch zu ‘füllen’ und zu konkretisieren“ gab (Holtappels 2004a, 27). Eine neue Definition von Schule im Verhältnis zum Staat versprach, sie aus „bürokratischer“ Bindung herauszulösen – Stichwort „Schulautonomie“ (Heinrich 2006, 2007; Rürup & Heinrich 2007) – und ihr Selbstregelungskapazitäten zuzuordnen, genauer: zuzuweisen. Die Programmarbeit als „produktive Selbstfindung“ zielt(e) auf eine autonome Praxis und ist in ihrer Außenwirkung dem Unternehmensvorbild der Corporate Identity nachgebildet (Lohmann, Hajek & Döbrich 1997; von Lüde 1995).

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Martin Heinrich
    • 1
  • Jürgen Kussau
  1. 1.Institut für ErziehungswissenschaftLeibniz Universität HannoverHannover

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