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Die Draufsicht: Was ist Kommunikation?

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Zusammenfassung

Auf der Suche nach dem Ich und seinen Entscheidungen sind Teile der Neurowissenschaften inzwischen an einem Punkt angelangt, der die klassische ökonomische Handlungs- und Entscheidungstheorie ziemlich alt aussehen lässt. Natürlich beschäftigen sich auch die Wirtschaftswissenschaften schon lange mit Entscheidungsheuristiken, jenen evolutionär geprägten Denkabkürzungen unseres Gehirns, die sehr erfolgreich sind. Oder, wie Gigerenzer und Goldstein es charakterisiert haben: „Wenn Menschen Schlussfolgerungen ziehen, müssen sie sich nicht zwischen »korrekt« und »einfach« entscheiden. Beides ist möglich.“ Auch dass diese Heuristiken oft zu Fehlschlüssen führen, ist bekannt – und wird von Marketingstrategen gnadenlos ausgenutzt. Was die Wirtschaftswissenschaften aber bislang geflissentlich ausblenden, ist: Entscheidungen werden normalerweise nicht im stillen Kämmerlein unseres Denkens gefällt und dann der sozialen Außenwelt mitgeteilt. Entscheidungen entstehen vielmehr, weil wir ständig mit der Außenwelt interagieren und weil unser Inneres immer schon ein Teil dieser Außenwelt ist und sich nicht von ihr abtrennen lässt. Insofern sind unsere Entscheidungen nie ganz allein unsere Entscheidungen. Alles basiert in irgendeiner Form auf Kommunikation – und wenn es nur die Kommunikation mithilfe unserer unterschiedlichen sozialen Rollen ist, die in uns abgespeichert sind, weil wir sie leben.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

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