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Gesprächsführung als Trainingsmethode in interkulturellen Weiterbildungsveranstaltungen

  • Kirsten Nazarkiewicz

Zusammenfassung

Es ist interessant, dass sich für interkulturelle Weiterbildungsveranstaltungen der Terminus „Training“ etabliert hat. Die aus dem Sport entlehnte Bezeichnung enthält die positive Zielvorstellung, dass die Teilnehmenden durch wiederholtes Üben Fähigkeiten erwerben oder verfeinern, in diesem speziellen Fall ihre „interkulturelle Kompetenz“. Welche Wissensbestände, Haltungen und Fähigkeiten zu diesem Kompetenzbündel gehören, ist umstritten und wird in der Fachwelt heiß diskutiert.1 Die in einem didaktischen Trainingskonzept und speziellen Methoden umgesetzten Lernziele sollen dann die wie auch immer definierte „interkulturelle Kompetenz“ methodisch – also systematisch – befördern. Die Bezeichnung der Veranstaltungen hebt dabei den wichtigen Aspekt des permanenten Trainierens hervor, denn beim interkulturellen Lernen müssen tief enkulturierte Routinen „verlernt“ werden, wozu ein wachsendes Methodenrepertoire bereitsteht.

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Authors and Affiliations

  • Kirsten Nazarkiewicz

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