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10 Minuten Markt und Preise

Billiger durch mehr Wettbewerb?
  • Thomas Kästner
  • Andreas Kießling

Zusammenfassung

Im Freiheitsbrief von 1219 stellte Friedrich II der Stadt Nürnberg weit reichende Marktrechte aus – der Grundstein für den rasanten Aufstieg der Frankenmetropole, die im späten Mittelalter mit Prag und Köln zu den größten Städten nördlich der Alpen wuchs. Zum geltenden Marktrecht gehörte auch, dass jeder Kaufmann seine Waren zu dem Preis anbieten konnte, den er dafür verlangen wollte. Mehr als die persönlichen Preisvorstellungen des Kaufmanns zählten aber das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Eine Ware, die kaum jemand hatte, aber von jedem begehrt wurde, erzielte einen entsprechenden hohen Preis. Weniger Profit konnte einstreichen, wer nur Ladenhüter in seinem Stand oder Geschäft feilbot. Der Markt wurde damit zu dem Ort, an dem sich Käufer und Verkäufer treffen, um Preis und Menge eines Gutes zu verhandeln. Nicht nur Nürnberg entwickelte dank Marktrecht rasch einen beachtlichen Wohlstand. Überall in Europa, vor allem in Norditalien, an dessen Händler uns noch heute Worte wie Konto, brutto und netto erinnern, aber auch an der Ostsee und in Flandern entstanden mächtige Handelsstädte und Handelsgesellschaften.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

Authors and Affiliations

  • Thomas Kästner
  • Andreas Kießling

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