Advertisement

Simulation einer sozialen Praxis

Chapter

Auszug

In diesem Kapitel soll die Modellierung und Implementierung der Simulationen erläutert werden. Ausgehend von einem allgemeinen Rahmen zur Modellierung sozialer Praktiken wurde ein Programm entwickelt um bestimmte Formen sozialer Praktiken am Computer zu simulieren: nicht institutionalisierte, nichthierarchisch strukturierte Kleingruppen wie Stammtische, Literaturzirkel oder Freizeitsportgemeinschaften. Auch wenn nicht alle Komponenten des Rahmens im Simulationsprogramm eins zu eins umgesetzt wurden, wird er zu Beginn des Kapitels vorgestellt, um das zu Grunde gelegte Verständnis sozialer Praktiken zu verdeutlichen. Danach wird die Anwendung auf die Simulation der sozialen Praxis des Gruppenlebens von Freizeitgruppen beschrieben. Nach einem kurzen Überblick über Merkmale der Programmiersprache Prolog werden die Prolog-Regeln mit den zu Grunde gelegten Algorithmen für die Auswahl der Gruppenhandlung beschrieben. Hier wurden zwei Regelmengen implementiert, die verschiedene Modellklassen der sozialen Praxis des Gruppenlebens von Freizeitgruppen charakterisieren: Entweder wird die Gruppenhandlung zufällig ausgewählt oder die Agenten verhandeln auf Grundlage ihrer Überzeugungen, welche Gruppenhandlung auszuführen ist. Die Effekte, die sich aus ihrer Anwendung ergeben, sollen im nächsten Kapitel in Simulationsexperimenten gezielt untersucht werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

o

  1. Wielemaker, Jan / Anjewierden, Anjo (1997): Programming in XPCE/Prolog. University of Amsterdam, Dept. of Social Science InformaticsGoogle Scholar
  2. Wielemaker, Jan (2006): SWI-Prolog 5.6, Reference Manual. University of Amsterdam, Dept. of Social Science InformaticsGoogle Scholar
  3. Sterling, Leon / Shapiro, Ehud (1994): The Art of Prolog — Advanced Programming Techniques, 2nd Edition, Cambridge, Massachusetts, London, England: The MIT Press.Google Scholar
  4. Wielemaker, Jan / Anjewierden, Anjo (1997): Programming in XPCE/Prolog. University of Amsterdam, Dept. of Social Science InformaticsGoogle Scholar
  5. Balzer, Wolfgang (2000): SMASS: A Sequential Multi-Agent System for Social Simulation. in Suleiman et al. (2000): 76.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

Personalised recommendations