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Einleitung

Chapter
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Auszug

Die Untersuchung sozialer Praktiken als elementarer Formen gesellschaftlichen Lebens hat bereits eine lange Tradition in der Philosophie und den Sozialwissenschaften und ist auch heute noch Gegenstand von Reflexion. Auch in dieser Arbeit soll ein Beitrag dazu geleistet werden. Die Dynamik sozialer Praktiken wird mit dem Mittel der Computersimulation untersucht. Im Rahmen dieser Arbeit werden soziale Praktiken als wiederholte Muster gesellschaftlichen Verhaltens betrachtet, die auf gemeinsamen Einstellungen beruhen und in Abhängigkeit von ihrem Erfolg aufrechterhalten, erneuert oder verändert werden. Basierend auf einem allgemeinen Rahmen zur Modellierung sozialer Praktiken (siehe W. Balzer und R. Tuomela 2003) wurde ein Computerprogramm zur Simulation der sozialen Praxis des Gruppenlebens von Freizeitgruppen entwickelt und in der Programmiersprache Prolog am Computer implementiert. Die Simulationsstudie setzt an einer Fragestellung an, die sowohl in der Sozialphilosophie als auch in den Sozialwissenschaften von Interesse ist: welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Gemeinschaft von Agenten beginnt, gemeinsam zu handeln, so dass eine soziale Praxis entsteht und beibehalten wird. Eine These ist, dass dafür insbesondere die zu Grunde liegenden Einstellungen der beteiligten Agenten von Bedeutung sind. Dies soll in dieser Simulationsstudie gezielt untersucht werden. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Modellierung der Verhandlungen über die gemeinsam durchzuführende Handlung gelegt.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

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