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Berufswunsch: Spitzenpolitiker — Eine Anleitung

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Auszug

Es ist durchaus ein kühnes Unterfangen, die bisherigen gefundenen Rekrutierungsmuster und Typen politischer Karriereverläufe so zu verallgemeinern, dass dadurch eine Anleitung oder ein Leitfaden für Personen entsteht, die sich gerne einmal „Spitzenpolitiker“ nennen würden. Nach der tiefgehenden Analyse ist jedoch der Boden bereitet, ein Rezept für erfolgreiche politische Karrieren zu schreiben. Allerdings muss diesem Vorhaben ein Caveat vorausgeschickt werden, mit dem sich jeder Forscher konfrontiert sieht, der seine Aussagen auf eine begrenzte Zahl beobachteter Fälle stützt. Lange formuliert dies so: „Die Annahme, daß je höher der Grad an Regelmäßigkeiten ist, um so geringer die Wahrscheinlichkeit der Zufälligkeit solcher Karrieregemeinsamkeiten wird, kann letztendlich aufgrund auch der zahlenmäßigen Begrenztheit des samples nicht als wissenschaftlich verifiziert, doch als tendenziell richtig bestätigt werden.“ (Lange 1973: 135; Hervorhebung im Original) Nichtsdestoweniger sollen in diesem zusammenfassenden Kapitel der Arbeit die zentralen Ergebnisse so aufbereitet werden, dass sie aus der Sicht eines Nachwuchspolitikers als eine Handlungsanweisung angesehen werden können. Dabei bleibt jedoch stets zu beachten, dass nicht jeder Hinweis, den man aufgrund der Untersuchung ausschließlich erfolgreicher Karrieren geben kann, zwangsläufig für den Einzelnen zum Ziel führen muss. Was im Aggregat auf Berufspolitiker zutrifft, muss für den einzelnen Jungpolitiker vor Ort womöglich nicht zwingend effektiv sein. Zudem muss man vorsichtig sein, allen Jungpolitikern ein ausgebildetes Karriereinteresse zu unterstellen.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

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