Advertisement

Konklusion des ersten Bandes

Zusammenfassung

Ich habe mein Forschungsprojekt mit der These begonnen, dass sich die Deutungen des Begriffs Frieden in den unterschiedlichen Kulturen unserer Welt in zwei nicht konfligierende Großfamilien,nämlich die energetischen und die moralischen Friedensbegriffe, teilen lassen. Im Zuge der Arbeit hat sich diese Annahme einerseits bestätigt,andererseits als unzureichend erwiesen. Die Deutungen von Frieden haben sich als komplexer und vielfältiger herausgestellt, als ursprünglich angenommen. Moderne Friedensbegriffe integrieren die Denkstruktur der moralischen, deuten Frieden aber in inverser Weise. Was den einen der Phobos ist den anderen der Thanatos in ihrem Weltbild, und aufgrund ihrer strukturellen ähnlichkeit stehen sich die beiden Bilder unversöhnlich gegenüber.Dieser empirisch wenig überraschende Befund, besonders im Kontext der nordatlantischen Geschichte, legt nahe,die beiden in verschiedene Kategorien zu fassen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Lederach, John Paul: The Little Book of Conflict Transformation; Intercourse, 2003; ders.: The Journey Toward Reconciliation; Scottdale/PA, 1999. S. 55.Google Scholar
  2. Rousseau, Jean-Jacques: Emile oder Über die Erziehung; Stuttgart, 1998b. [Erstauflage 1762]Google Scholar
  3. Wallerstein, Immanuel: Die Sozialwissenschaften „kaputt-denken“. Die Grenzen der Paradigmen des 19. Jahrhunderts; Weinheim, 1995. [Englische Erstauflage 1991]Google Scholar
  4. Jaspers, Karl: Vom Ursprung und Ziel der Geschichte; Frankfurt, 1955, [Erstauflage S. 257.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Personalised recommendations