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Trivialitäten, Irrtümer, Fehler und blinde Flecken

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Auszug

John Naisbitts Buch „Megatrends“ war 1982 mit dem Anspruch erschienen, wesentliche Weichenstellungen für die Wirtschaft zu identifizieren. Doch bereits ein Jahr später zeigte sich, dass in den Vorhersagen Naisbitts ein weltumspannender und wirtschaftlich höchst bedeutsamer Trend nicht einmal als Möglichkeit erwähnt worden war: der Aufstieg einer frühen Form der „kreativen Klasse“ von „Young Urban Professionals“, die unter dem Kürzel der „Yuppies“ bekannt wurde. Dabei waren die Signale, die auf eine derartige Entwicklung hindeuteten, alles andere als schwach. Vor allem waren in der Soziologie bereits unübersehbar die Grundlagen beschrieben: die Sozialisation einer gigantischen Kohorte junger Menschen, die als geburtenstarke Jahrgänge, „Baby Boomers“ in die jüngere Geschichte eingegangen sind. Der Begriff bezeichnete die amerikanischen Kinder, die zwischen 1946 und 1965 geboren wurden. Diese Epoche war durch den Optimismus unter der gemütlichen Obhut Eisenhowers geprägt — mit geringen Zinsen für Hausbauer, mit einer beispiellosen Mobilisierung, mit bürgerlichen Schlafvorstädten. David Riesman hat diese Zeit anschaulich in einigen seiner soziologischen Essays beschrieben, die im Band „Wohlstand wofür?“ zusammengefasst sind. Höchst illustrativ beschreibt darin der Aufsatz: „Laufbahnen und Konsumverhalten“, den er zusammen mit Howard Roxborough 1955 verfasste, die Mentalität dieser Zeit. „Der Zug in die Vorstädte“, „Autos in Amerika“ und weitere vertiefen das soziokulturelle Genrebild.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

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